Hendrick Motorsports wurde 1984 von Rick Hendrick, einem Autohändler aus Charlotte, North Carolina, gegründet und trat zunächst unter dem Namen All-Star Racing an. Zusammen mit Crew Chief Harry Hyde ging die Mannschaft mit einem einzigen Chevrolet und gerade fünf festen Mitarbeitern an den Start, gesteuert von Geoff Bodine. Der Sieg beim Rennen in Martinsville im April 1984 kam für das junge Team zur rechten Zeit: Ohne Sponsorengelder stand die Existenz auf der Kippe, doch der erste Triumph in der Cup Series sicherte die nötige finanzielle Basis. Bereits ein Jahr später, 1985, erfolgte die Umbenennung in Hendrick Motorsports.
Eine Besonderheit der Organisation ist ihr Zuhause: Der Firmensitz liegt in Concord, North Carolina, direkt am Papa Joe Hendrick Boulevard, benannt nach Rick Hendricks Vater. Auf einem Campus von mehr als 100 Acres mit über 430.000 Quadratfuss Fläche sind Rennwagenbau, Motorenwerkstatt, Entwicklungsabteilung, Verwaltung und sogar ein öffentliches Museum untergebracht. Seit 1995 verleiht das Team zudem den Papa Joe Hendrick Award of Excellence an Mitarbeitende, eine Tradition, die die familiäre Prägung des Unternehmens bis heute widerspiegelt.
Zur prägendsten Ära zählt zweifellos die Zeit mit Jeff Gordon im No. 24 DuPont Chevrolet: Nach seiner Verpflichtung 1992 gewann Gordon die Meisterschaften 1995, 1997, 1998 und 2001, während Terry Labonte 1996 im No. 5 den Titel für Hendrick nach Hause holte. Ab 2002 setzte Rick Hendrick auf den jungen Jimmie Johnson im No. 48, der zusammen mit Crew Chief Chad Knaus eine historische Serie von fünf Titeln in Folge zwischen 2006 und 2010 sowie weiteren Championships 2013 und 2016 einfuhr. Diese Jahre machten Hendrick Motorsports zum erfolgreichsten Team der NASCAR-Geschichte, mit mittlerweile über 320 Rennsiegen und 15 Fahrer- und Teamchampionaten.
Auch in der Gegenwart bleibt das Team an der Spitze: Rick Hendrick fungiert weiterhin als Owner und Chairman, Jeff Gordon inzwischen als Vice Chairman. Das aktuelle Fahreraufgebot bilden Kyle Larson im No. 5, Chase Elliott im No. 9, William Byron im No. 24 und Alex Bowman im No. 48, allesamt im Chevrolet Camaro ZL1. Die Erfolge reissen nicht ab: Elliott holte 2020 den Titel, Larson folgte 2021 und erneut 2025. Für die Saison 2026 tritt Hendrick Motorsports damit als Titelverteidiger und Massstab der Cup Series an, mit dem klaren Anspruch, die eigene Rekordserie an Siegen und Championships fortzuschreiben.
Titel-Historie
Konstrukteurstitel (15)
- 1995
- 1996
- 1997
- 1998
- 2001
- 2006
- 2007
- 2008
- 2009
- 2010
- 2013
- 2016
- 2020
- 2021
- 2025
Fahrertitel (15)
- Jeff Gordon: 1995, 1997, 1998, 2001
- Terry Labonte: 1996
- Jimmie Johnson: 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2013, 2016
- Chase Elliott: 2020
- Kyle Larson: 2021, 2025
Hendrick Motorsports in den News
-

Joey Logano schreibt Penske-Geschichte in der Nacht von Bristol
Während sich auf der Pit Road die Fäuste flogen, fuhr Joey Logano ungestört zum wichtigsten Sieg seiner Karriere.
-

Logano nutzt Chaos an der Spitze und holt sich sein drittes Bristol Night Race
Fünf Runden vor Schluss krachte es an der Spitze, und Joey Logano zog eiskalt vorbei.
-

Regen legt Bristol-Qualifying lahm: Kyle Larson startet von der Pole
Der Himmel über Thunder Valley entschied, wer diesmal die erste Startreihe bekommt, nicht die Stoppuhr.
-

Bristol Night Race: Vier Playoff-Träume enden unter den Flutlichtern
Am Bass Pro Shops Night Race entscheidet sich am Samstagabend im „Last Great Colosseum” von Bristol, wer den…
-

Kyle Larson beendet 51-Rennen-Durststrecke mit Doppel-Overtime-Krimi in Gateway
Nach 18 Cautions, zwei roten Flaggen und zwei zusätzlichen Green-White-Checkered-Versuchen stand am Ende ein Name ganz oben, den…
-

Bell bricht seinen Fluch, Chase-Auftakt kostet Byron und Hamlin teuer
Nach sieben zweiten Plätzen in dieser Saison holt sich Christopher Bell beim Southern 500 endlich den Sieg, während…
