Ohne eine gefahrene Runde: Reddick startet in Darlington von der Pole in den Chase

KANSAS CITY, KANSAS - APRIL 19: Tyler Reddick, driver of the #45 Supply House Toyota, celebrates after winning the NASCAR Cup Series AdventHealth 400 at Kansas Speedway on April 19, 2026 in Kansas City, Kansas. (Photo by Sean Gardner/Getty Images)
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Bobby Travis · NASCAR/IndyCar-Korrespondent

Wetter statt Stoppuhr entschied über die Startaufstellung zum Southern 500, und ausgerechnet der Mann, der im Frühjahr schon gewonnen hat, steht ganz vorne.

Das Qualifying zum Cook Out Southern 500 am Darlington Raceway fiel am Samstag, 5. September 2026, komplett aus. Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und wiederholte Blitzschläge in der Region zwangen NASCAR dazu, sämtliche Cup-Series-Aktivitäten für den Tag abzusagen, Training und Zeitfahren eingeschlossen. Die Startaufstellung für den Auftakt der zehnrennenlangen Playoffs wurde deshalb per Formel aus dem NASCAR-Regelwerk festgelegt, mit Tyler Reddick von 23XI Racing an der Spitze.

Kein Zeitfahren, aber eine klare Rechnung

Wenn das Wetter ein Qualifying verhindert, greift bei NASCAR eine feste Kennzahl-Formel, die unter anderem die bisherigen Saisonergebnisse und Owner-Punkte berücksichtigt, um die Startreihenfolge zu bestimmen. Für Reddick bedeutet das die Pole-Position, ganz ohne eine gestoppte Runde. Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Reddick hatte im Frühjahr bereits das Cup-Series-Rennen in Darlington gewonnen, und jetzt startet er auch noch den Chase-Auftakt von ganz vorne.

Dass ausgerechnet die erste Playoff-Veranstaltung der Saison ohne echtes Qualifying auskommen musste, ist für die Fahrer keine Kleinigkeit. Wer auf dem 1,366-Meilen-Egg-Shaped-Oval von Darlington die Reifenabnutzung und den Grip in den ersten Runden falsch einschätzt, verliert schnell wertvolle Positionen, und diesmal gab es keine Trainingsrunden, um sich vorher ein Bild zu machen.

Wer vorne steht, und wer zurückgesetzt wurde

Hinter Reddick reihen sich Daniel Suárez und Ryan Preece auf den Positionen zwei und drei ein, gefolgt von Denny Hamlin auf P4. Für Hamlin, der als Champion der regulären Saison mit der Nummer eins ins Playoff-Feld geht, ist ein Startplatz in der ersten Reihenhälfte an einem Track wie Darlington, wo Traffic und saubere Linienwahl über weite Strecken des Rennens entscheiden, ein handfester Vorteil.

Weiter hinten warten dagegen einige der prominentesten Playoff-Namen auf ihre Chance, sich durch den Verkehr zu arbeiten. Ryan Blaney startet von Position 24, Kyle Larson von 25, Ty Gibbs von 28 und Chris Buescher gar von Startplatz 35. Bei einem 500-Meilen-Rennen auf einer Strecke, die für ihre engen Fahrlinien und die schwierige Überholbarkeit bekannt ist, ist das kein ideales Ausgangsszenario für einen Chase-Auftakt, auch wenn 367 Runden genug Zeit lassen, um sich nach vorne zu arbeiten.

Zusätzlicher Rückschlag für Team Penske

Für Ryan Blaney kam es am Samstag noch dicker. Der Wagen Nummer 12 von Team Penske fiel bei der technischen Abnahme gleich zweimal durch. Die Konsequenz: Team Penske verlor das Recht, seinen Boxenplatz frei zu wählen, und Car Chief Raymond Fox wurde für den Rest des Rennwochenendes von der Strecke verwiesen.

Für Blaney, der als Nummer-zwei-Seed mit drei Saisonsiegen in die Playoffs geht, summiert sich das zu einem echten Nachteil bei der Boxenstopp-Logistik, in Darlington oft ein feiner, aber entscheidender Faktor. Verlorene Boxenplatzwahl bedeutet im Zweifel längere Wege durch die enge Pit-Road und potenziell verlorene Sekunden bei jedem Stopp.

Reddick geht als Polesitter mit dem besten Ausgangspunkt in den ersten von zehn Playoff-Terminen, aber die eigentliche Geschichte dieses Chase-Auftakts wird sich erst am Sonntag im Rennen selbst schreiben. Mit Hamlin und Blaney, den beiden Top-Seeds, auf gegensätzlichen Enden der Startaufstellung, verspricht das Southern 500 von der ersten Runde an Bewegung im Feld.

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