McLaughlin fährt zur Bestzeit im zweiten Training, Corkscrew-Unfall sorgt für Verzögerung

Mission Foods Grand Prix of Monterey at Laguna Seca for the 2026 INDYCAR Championship
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Bobby Travis · NASCAR/IndyCar-Korrespondent

Beim finalen Trainingslauf vor dem Saisonfinale in Monterey drehte Scott McLaughlin die schnellste Runde, während Titelverteidiger Álex Palou nur Dritter wurde und Pato O’Ward im Kampf um Platz zwei der Meisterschaft an Boden verlor.

Im zweiten freien Training zum Saisonfinale der NTT INDYCAR SERIES auf dem WeatherTech Raceway Laguna Seca setzte Scott McLaughlin (Team Penske) am Samstag mit 1:10.3014 Minuten die Bestzeit und verdrängte damit Freitags-Schnellsten Álex Palou auf Rang drei. Die Session, die wegen eines schweren Unfalls im Porsche Sprint Challenge an der berühmten Corkscrew verspätet begann, brachte gleich mehrere Verschiebungen in der Reihenfolge vor dem Qualifying am Samstagnachmittag mit sich.

Verspäteter Start nach Corkscrew-Crash

Bevor die INDYCAR-Fahrer überhaupt auf die Strecke durften, sorgte ein Zwischenfall im Rahmenprogramm für Unruhe. Ein Fahrzeug der Porsche Sprint Challenge flog an der Corkscrew, jener Passage, die die Strecke erst am Freitag offiziell zu Ehren von Alex Zanardi umbenannt hatte, aus der Bahn und beschädigte dabei Fangzaun und Reifenstapel auf einem Streckenabschnitt erheblich.

Die Reparaturarbeiten zogen sich hin und verschoben den Beginn von Freien Training 2 nach hinten. Für die Teams bedeutete das weniger Zeit auf der Stoppuhr, um Longruns und Qualifying-Setups vor dem Firestone Fast Six am selben Nachmittag noch einmal zu verfeinern, ein Umstand, der die kompakte, aber intensive Session zusätzlich unter Druck setzte.

McLaughlin vorn, Palou nur Dritter

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Nachdem Álex Palou das erste Training noch mit 1:09.8994 klar angeführt hatte, blieb der frisch gekrönte fünfmalige Champion in der zweiten Session über eine halbe Sekunde langsamer und rutschte mit 1:10.5575 auf Rang drei zurück. Scott McLaughlin drehte dagegen den entscheidenden Umlauf und verbesserte sich damit von Platz vier im ersten Training auf die Spitze der Zeitenliste.

Felix Rosenqvist bestätigte derweil seine starke Form vom Vortag und blieb mit 1:10.5433 auch im zweiten Training auf Rang zwei, nur 0,242 Sekunden hinter McLaughlin. Für den Schweden, der das Wochenende als letzten Einsatz für Meyer Shank Racing bestreitet, ist die Konstanz über beide Sessions hinweg ein Signal, dass das Auto auf dem Roadcourse in Monterey grundsätzlich passt, auch wenn die Bestzeit am Ende knapp verfehlt wurde.

Grosse Sprünge im Mittelfeld

Auffällig war die Entwicklung bei Will Power, der von Startplatz 20 im ersten Training auf Rang fünf vorstiess, nur 0,278 Sekunden hinter McLaughlin. Auch David Malukas machte mit Platz vier einen deutlichen Satz nach vorne, nachdem er am Vortag noch auf Position acht gelegen hatte. Mick Schumacher reihte sich mit der sechstschnellsten Zeit ein und bestätigte damit seine Entwicklung, kurz nachdem sein Wechsel zu Meyer Shank Racing ab 2027 bekannt wurde.

Josef Newgarden, der im ersten Training nach einem Unfall vorzeitig aussteigen musste, fand im zweiten Lauf mit Rang zwölf zurück in einen soliden Rhythmus. Auch Santino Ferrucci, der ebenfalls am Freitag von der Strecke abgekommen war, drehte am Samstag ohne weitere Zwischenfälle seine Runden, wenn auch nur auf Platz 21.

O’Ward verliert im Titelrennen um Platz zwei an Boden

Mit der Meisterschaft bereits an Álex Palou vergeben, geht es am Wochenende in Monterey vor allem um den zweiten Platz in der Gesamtwertung zwischen Christian Lundgaard, Kyle Kirkwood, Pato O’Ward und David Malukas. Ausgerechnet im zweiten Training rutschte O’Ward, der mit dem Milwaukee-Doppelsieg zuletzt Schwung mitgebracht hatte, von Rang drei im ersten Training auf Platz 17 ab, mehr als drei Zehntel langsamer als Konkurrent Lundgaard, der sich mit der neuntbesten Zeit ins Mittelfeld einreihte.

Kyle Kirkwood - Mission Foods Grand Prix of Monterey - By: Joe Skibinski
Kyle Kirkwood – Mission Foods Grand Prix of Monterey – By: Joe Skibinski

Kyle Kirkwood dagegen bestätigte mit Rang sieben seine gute Form und lag damit deutlich vor O’Ward, was den direkten Vergleich der beiden Rivalen vor dem Qualifying zu seinen Gunsten verschieben dürfte. Hinzu kommt, dass sowohl Arrow McLaren als auch A.J. Foyt Enterprises wegen nicht genehmigter Motorenwechsel nach dem Milwaukee-Doppelwochenende mit Startplatzstrafen ins Qualifying gehen, was die Ausgangslage für den Kampf um Platz zwei der Meisterschaft zusätzlich verkompliziert. Wie sich diese Trainingsform im Firestone Fast Six und schliesslich im 95-Runden-Rennen am Sonntag niederschlägt, dürfte die entscheidende Frage des Saisonfinales werden.

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