Manthey EMA schiebt sich in Führung: Preining und Feller dominieren zweites Training am Nürburgring

DTM, 11. + 12. Rennen Nürburgring 2026 #91 Porsche 911 GT3 R (992), Manthey: Thomas Preining - picture by Gruppe C Photography
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Klaus Weber · DTM-Korrespondent

Nach verhaltenem ersten Training zeigten Thomas Preining und Ricardo Feller im zweiten Freien Training, wozu die beiden Manthey-Piloten in der Lage sind – und drehten die Reihenfolge im Feld spürbar durcheinander.

Thomas Preining fuhr im zweiten Training die Bestzeit von 1:25.517, 0,249 Sekunden vor Teamkollege Ricardo Feller (1:25.766). Damit stellte Manthey EMA beide Spitzenzeiten und verbesserte sich gegenüber Training 1, wo Preining nur Rang 14 und Feller Rang 15 belegt hatten, um jeweils mehr als zehn Positionen. Die schnellste Rundenzeit der Session lag zudem 0,627 Sekunden unter der Bestzeit aus Training 1, was für ein insgesamt gesteigertes Tempo über das gesamte Feld spricht.

Manthey EMA dreht das Blatt

Der Sprung von Preining und Feller ist der auffälligste Befund der Session. In Training 1 lagen beide Fahrzeuge über eine halbe Sekunde hinter der Spitze zurück, in Training 2 setzten sie sich an die Feldspitze. Eine Differenz von 1:26.665 auf 1:25.517 bei Preining bedeutet einen Sprung von 1,148 Sekunden innerhalb einer Session, deutlich mehr, als allein durch die gestiegene Streckentemperatur und zunehmenden Gummi-Eintrag zu erklären wäre.

Kelvin van der Linde (1:25.834) und Marco Wittmann (1:26.019) hielten mit Schubert Motorsport dagegen und sicherten sich die Ränge drei und vier, nachdem sie in Training 1 bereits auf den Plätzen fünf und vier gelegen hatten. Die Konstanz von Schubert Motorsport über beide Sessions hinweg steht im Kontrast zur Volatilität an der Spitze, wo Manthey EMA das Feld regelrecht neu sortierte.

Cairoli und Auer verlieren den Anschluss

DTM, 11. + 12. Rennen Nürburgring 2026 #14 Ferrari 296 GT3 EVO, EMIL FREY RACING: Matteo Cairoli - picture by Gruppe C Photography
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Wer in Training 1 vorne stand, tat sich in Training 2 schwerer. Matteo Cairoli, mit 1:26.144 noch Schnellster der ersten Session, fiel auf Rang 12 zurück (1:26.338) und verlor damit knapp zwei Zehntel gegenüber seiner eigenen Bestzeit, während das übrige Feld im Schnitt deutlich zulegte. Lucas Auer, in Training 1 noch Zweiter, landete in Training 2 nur auf Platz zehn.

Beide Fälle zeigen, wie eng die Feldstärke in dieser DTM-Saison ist: Eine Rundenzeit, die am Vormittag noch für die Pole gereicht hätte, reicht am Nachmittag nur noch für die Mitte der Top 15. Die Streuung zwischen Erstem und Letztem schrumpfte von 1,394 Sekunden in Training 1 auf 1,296 Sekunden in Training 2, ein Indiz dafür, dass sich die Balance of Performance über den Trainingstag weiter angeglichen hat.

Dörr Motorsport mischt das Mittelfeld auf

DTM, 11. + 12. Rennen Nürburgring 2026 #25 McLaren 720S GT3 Evo, Dörr Motorsport: Ben Dörr - picture by Gruppe C Photography
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Die deutlichste Aufwärtsbewegung im Mittelfeld kam von Ben Dörr. In Training 1 noch auf Rang 18 mit 1:26.962, fuhr er in Training 2 auf Platz sieben (1:26.119), ein Zeitgewinn von 0,843 Sekunden. Damit lag er nur 0,602 Sekunden hinter der Bestzeit von Preining, ein Abstand, der zwei Sessions zuvor noch das gesamte Mittelfeld von der Spitze trennte.

Teamkollege Timo Glock kam dagegen kaum vom Fleck und blieb mit Rang 18 nahezu auf seiner Ausgangsposition aus Training 1. Für Dörr Motorsport ergibt sich damit eine geteilte Bilanz: ein Fahrzeug im vorderen Mittelfeld, eines weiterhin im hinteren Drittel. Vor Rennen 1 wird sich zeigen, ob sich Preinings und Fellers Tempo im Renntrimm bestätigt oder ob Fahrer wie van der Linde und Wittmann, die über beide Trainings hinweg konstanter unterwegs waren, am Sonntag die verlässlichere Basis mitbringen.