Wittmann schnappt sich die Pole im ersten Sachsenring-Qualifying

DTM, 13. + 14. Rennen Sachsenring 2026 #11 BMW M4 GT3 Evo, Schubert Motorsport: Marco Wittmann - picture by Gruppe C Photography
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Klaus Weber · DTM-Korrespondent

Der Schubert-Pilot drehte den Trend aus den Trainings um und liess Preining und Gounon knapp hinter sich.

Marco Wittmann hat sich am Samstag (12.09.) im ersten Qualifying zum DTM-Wochenende am Sachsenring die Pole-Position gesichert. Mit 1:17.627 Minuten war der Schubert-Pilot 0,126 Sekunden schneller als Thomas Preining und 0,289 Sekunden schneller als Jules Gounon, der die Runde als Dritter komplettierte. Für die ersten drei Ränge gab es die maximalen Punkte der Session, drei für Wittmann, zwei für Preining, einen für Gounon.

Schubert Motorsport dreht den Trend um

Wittmanns Bestzeit markiert eine deutliche Steigerung gegenüber beiden Trainingssitzungen. Im ersten Training lag er mit 1:19.071 noch auf Rang zwölf, im zweiten verbesserte er sich auf Platz drei mit 1:18.918. Im Qualifying unterbot er diese Zeit um 1,291 Sekunden, ein Sprung, der darauf hindeutet, dass das Fahrzeug im Qualifying-Trimm deutlich anders reagierte als im Renntrimm der Trainings.

Auch Kelvin van der Linde bestätigte die Form von Schubert Motorsport mit Rang vier, nachdem er im zweiten Training mit Platz vierzehn noch deutlich zurückgefallen war. Beide Schubert-Fahrzeuge unter den ersten vier Positionen sprechen für ein Set-up, das über das Wochenende hinweg an Wirkung gewann.

Preining und Feller von Manthey EMA hatten in beiden Trainings die schnellsten Rundenzeiten gestellt, Preining mit Platz eins im ersten und Platz zwei im zweiten Training. Im Qualifying blieb Preining zwar konstant auf Rang zwei, mit 0,126 Sekunden Rückstand auf Wittmann reichte es aber nicht für die Pole.

Feller fällt zurück, enges Mittelfeld

Fastest driver in the second practice session: Ricardo Feller
Fastest driver in the second practice session: Ricardo Feller

Die auffälligste Bewegung im Feld betrifft Ricardo Feller. Nach Rang drei im ersten und Bestzeit im zweiten Training kam der Manthey-Pilot im Qualifying nur auf Position zwölf, 1,006 Sekunden hinter Wittmann. Der Rückfall von der Spitze der Trainings ins Mittelfeld des Qualifyings zeigt, wie schnell sich Positionen zwischen Renntrimm und Qualifying-Trimm verschieben können.

Dahinter liegt das Feld eng beieinander. Matteo Cairoli sicherte sich als stärkster Emil-Frey-Pilot Rang sechs, sein Teamkollege Thierry Vermeulen kam auf Platz acht, nur 0,256 Sekunden dahinter. Mirko Bortolotti und Nicki Thiim folgten auf den Rängen neun und zehn, getrennt von gerade einmal 0,012 Sekunden. Über die gesamte Startaufstellung hinweg lagen die Top 15 innerhalb von etwas mehr als 1,1 Sekunden, ein Wert, der die Feldstärke der Saison unterstreicht.

Ausblick auf das Rennwochenende

Für die Meisterschaft zählt vor allem die Zusatzpunktevergabe an Wittmann, Preining und Gounon, ein kleiner, aber in einer engen Saison potenziell relevanter Vorsprung. Wittmann geht mit der Pole-Position in eine gute Ausgangslage für das erste Rennen, muss sich im Rennverlauf aber gegen ein Feld behaupten, das im Qualifying kaum grössere Abstände zuliess.

Wie eng die Balance zwischen den Fahrzeugen bleibt, dürfte sich im Rennen zeigen, wenn Reifenabbau und Boxenstopp-Fenster über die Positionen im dichten Mittelfeld zwischen Rang sechs und fünfzehn entscheiden könnten.

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