Erste Pole für Genesis: Jaubert schlägt in Barcelona den Toyota der Tabellenführer

Description: GENESIS MAGMA RACING TAKES ON FINAL FLY-AWAY, AIMING HIGHER AFTER BEST RESULT
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Henri Dubois · Endurance-Korrespondent

Mathys Jaubert stellte den Genesis mit der Nummer 17 in der Hyperpole auf die erste Pole der Marke. Daneben startet der Toyota, der Barcelona mit zwei Titeln verlassen kann.

Vor dem Wochenende war Genesis das einzige Hypercar-Team, das den Circuit de Barcelona-Catalunya aus eigenen Testfahrten kannte. Am Samstagnachmittag stand die Marke bei den 6 Stunden von Barcelona dann zum ersten Mal ganz vorne. Mathys Jaubert fuhr im Genesis Magma Racing GMR-001 mit der Nummer 17 in der Hyperpole 1:30,166 Minuten und holte damit die erste Pole der Marke in der Langstrecken-WM. Nach Angaben von Dailysportscar ist er der jüngste Polesetter in der Geschichte der Meisterschaft. Sein Auto teilt er sich mit André Lotterer und Pipo Derani.

Qualifying: eine Verspätung und eine Genesis-Bestzeit

Das Qualifying begann mit einer Viertelstunde Verspätung, weil die Strecke in der letzten Kurve repariert werden musste. Kaum war die Sitzung freigegeben, blieb der zweite Genesis, die Nummer 19, nach der Boxenausfahrt mit Leistungsverlust stehen. Am Ende stand trotzdem genau dieses Auto mit 1:30,479 an der Spitze, 0,144 Sekunden vor dem Toyota mit der Nummer 8 und 0,179 Sekunden vor der Nummer 17. Die ersten zehn lagen innerhalb von 0,932 Sekunden.

Wie eng es um die Plätze in der Hyperpole zuging, zeigte sich bei Aston Martin THOR Team. Alex Riberas fehlten im Valkyrie mit der Nummer 009 gerade 32 Tausendstel, Harry Tincknell, Schnellster des zweiten Freien Trainings, startet im Schwesterauto von Rang zwölf. Antonio Giovinazzi verlor im Ferrari der Nummer 51 von Ferrari AF Corse seine beste Runde wegen Überschreitung der Streckenbegrenzung und wurde 13. Die beiden BMW von BMW M Team WRT landeten auf den Rängen 14 und 16, die beiden Peugeot von Peugeot TotalEnergies auf 15 und 17.

Hyperpole: Jaubert vor Hirakawa

In der Hyperpole setzte Jaubert schon mit seiner ersten schnellen Runde die Marke von 1:30,329 und verbesserte sich danach noch einmal. Ryō Hirakawa kam im Toyota der Nummer 8 bis auf 0,170 Sekunden heran. Mathieu Jaminet brachte die Nummer 19 auf Rang drei, obwohl er nach seiner schnellen Runde erneut kurz auf der Strecke anhalten musste. Damit stehen zwei Genesis unter den ersten drei.

Charles Milesi im Alpine mit der Nummer 35 von Alpine Endurance Team wurde Vierter, vor Will Stevens im Cadillac der Nummer 12 von Cadillac Hertz Team Jota und Robert Kubica im Ferrari der Nummer 83 von AF Corse. Dahinter folgen Victor Martins im zweiten Alpine, Antonio Fuoco im Ferrari der Nummer 50, Nyck de Vries im Toyota der Nummer 7 und Jack Aitken im zweiten Cadillac. Fuoco hätte ohne eine gestrichene Runde wegen Überschreitung der Streckenbegrenzung laut Sportscar365 als Vierter abgeschlossen.

Was die Startaufstellung für Sonntag bedeutet

Für Toyota ist die Ausgangslage günstig. Die Nummer 8, in der Fahrerwertung zehn Punkte vor der Nummer 7, startet aus der ersten Reihe, die Nummer 7 von Rang neun. Wer Fahrer- und Herstellertitel schon in Barcelona sichern will, braucht vor allem ein sauberes Rennen ohne Zwischenfälle, und dafür ist ein Platz ganz vorne im Feld der sicherste Ausgangspunkt. Ferrari dagegen startet mit dem besten Auto, der Nummer 83 von AF Corse, nur von Rang sechs, die Werkswagen von acht und 13. BMW, in der Herstellerwertung erster Verfolger von Toyota, muss das Rennen von den Plätzen 14 und 16 aus aufnehmen.

Ob Genesis die Pole über sechs Stunden verteidigen kann, ist eine andere Frage. Eine schnelle Runde auf frischen Reifen sagt wenig darüber, wie ein Auto über einen Doppelstint mit dem hohen Reifenabbau dieser Strecke umgeht. Marco Sørensen rechnet laut Dailysportscar ausserdem mit Regen im Rennen. Kommt es so, werden die Karten ohnehin neu gemischt.