Antonelli setzt Bestzeit im zweiten Training, Norris ohne Rundenzeit nach Getriebeschaden

Formula One - Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team, 2026 Spanish GP. Kimi Antonelli
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Marco Rossi · F1-Korrespondent

Auf dem neuen Stadtkurs von Madrid drehte sich am Freitagnachmittag mehr um Millimeter als um Sekunden, und ausgerechnet der WM-Spitzenreiter behielt die Nerven.

Andrea Kimi Antonelli hat im zweiten freien Training zum Grossen Preis von Spanien in Madrid die schnellste Runde gesetzt und damit vor dem ersten Qualifying auf dem neuen Circuito de Madring ein klares Signal gesendet. Der Mercedes-Pilot fuhr am Freitagnachmittag eine Zeit von 1:33.662 Minuten und liess Ferrari-Fahrer Charles Leclerc und Lewis Hamilton knapp hinter sich. Überschattet wurde die Session von einem Unfall Arvid Lindblads und einem Getriebeschaden bei Lando Norris, der ohne gezeitete Runde blieb.

Antonelli kontert Ferrari auf engstem Terrain

Nach dem ersten Training, in dem noch George Russell die Bestzeit gesetzt hatte, drehte sich das Kräfteverhältnis bei Mercedes im zweiten Durchgang. Antonelli verbesserte sich um mehr als vier Zehntel gegenüber seiner FP1-Zeit und fuhr die Tagesbestzeit heraus, während Russell diesmal nur auf Platz fünf landete. Für den WM-Spitzenreiter ist das ein Ergebnis, das zeigt, wie schnell sich die Formkurve zwischen den beiden Mercedes-Piloten von Session zu Session verschieben kann.

Charles Leclerc, Ferrari
Charles Leclerc, Ferrari

Ferrari blieb dicht dran. Leclerc fehlten am Ende gerade einmal 0,113 Sekunden auf die Spitze, Hamilton reihte sich mit 0,149 Sekunden Rückstand auf Platz drei ein. Auf einem Kurs, der wegen seiner engen Mauern und wenig verzeihenden Kurvenkombinationen bereits im Fahrerlager als besonders unversöhnlich gilt, sind solche Abstände kaum mehr als eine Frage der letzten Bremspunkt-Korrektur. Wer hier am Sonntag vorne stehen will, wird sich diese Präzision auch im Qualifying erarbeiten müssen.

Rote Flagge nach Lindblad-Ausritt

Der neue Stadtkurs rund um das Messegelände IFEMA verlangte den Fahrern von der ersten Session an höchste Konzentration ab, mit seiner überhöhten Kurve 12, die laut Berichten im Fahrerlager bereits den Übernamen ‘La Monumental’ trägt, und mehreren engen Streckenabschnitten, die kaum Spielraum für Fehler lassen. Im zweiten Training verlor Arvid Lindblad in Kurve 13 das Heck seines Racing-Bulls-Boliden und schlug seitlich in die Barriere ein. Die Session wurde laut Berichten für rund zwölf Minuten unterbrochen, ehe die Streckenposten die Trümmer geborgen hatten.

Trotz des Schrecksekunden-Moments fuhr Lindblad im Anschluss noch eine beachtliche Zeit heraus und beendete das Training auf Platz vier, nur 0,228 Sekunden hinter Antonelli. Das unterstreicht, wie eng das Mittelfeld auf dieser Strecke bereits jetzt zusammenrückt, und wie wenig Reserve selbst kleine Fehler auf einem Kurs lassen, der schon nach dem ersten Trainingstag als besonders anspruchsvoll gilt.

Norris ohne Zeit, Piastri hält McLaren-Fahne hoch

Für Lando Norris war das zweite Training früh beendet, noch bevor es richtig begonnen hatte. Der McLaren-Pilot erlitt zu Session-Beginn einen Getriebeschaden, die Mechaniker versuchten laut Berichten, das Bauteil rechtzeitig zu tauschen, doch Norris kam nicht mehr zu einer gezeiteten Runde. Für den Briten bedeutet das einen empfindlichen Rückstand an aufgezeichneten Daten auf einer Strecke, die er zuvor noch nie befahren hat, ein Nachteil, der sich im Qualifying rächen könnte.

Oscar Piastri hielt die McLaren-Fahne mit Platz sieben immerhin hoch, wenngleich mit über einer halben Sekunde Rückstand auf die Spitze. Für das Team, das in dieser Saison im Titelkampf eine zentrale Rolle spielt, ist ein sauberer Datensatz auf einem neuen Kurs Gold wert, und der Ausfall von Norris’ Trainingskilometern könnte sich als Nachteil erweisen, sollte das Auto im Qualifying oder Rennen erneut technische Probleme zeigen. Mit dem dritten freien Training am Samstagvormittag bleibt McLaren nur eine kurze Gelegenheit, die verlorene Zeit wettzumachen, ehe am Nachmittag die Startaufstellung für den ersten Grand Prix auf dem Circuito de Madring ausgefahren wird.

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