Will Power wurde am 1. März 1981 in Toowoomba, Queensland, geboren und wuchs als Sohn des Formelsport-Fahrers Bob Power in einem durch und durch motorsportgeprägten Umfeld auf. Seine ersten Rennen bestritt er in einem Datsun 1200 auf den Strecken Morgan Park Raceway in Warwick und Carnel Raceway in Stanthorpe, bevor er 1999 mit einem betagten, familieneigenen Swift SC92F in die Queensland Formula Ford Championship einstieg. Schon in dieser frühen Phase zeigte sich sein Talent, auch wenn die Kampagne wegen knapper Budgets nur sporadisch verlief.
Im Jahr 2000 gewann Power mit dem Swift den Titel in Queensland und wurde parallel Siebter in der nationalen australischen Formula-Ford-Meisterschaft. Nach einem zweiten Platz 2001 wechselte er in die Formula Holden, wo er 2002 mit sieben Siegen und drei Pole-Positions die Australian Drivers’ Championship dominierte. Noch im selben Jahr wagte er den Sprung in die Formel 3, verpasste den Titel dort jedoch nur knapp. 2003 führte ihn der Weg nach Europa in die britische Formel-3-Meisterschaft für Diamond Racing und später Fortec Motorsport, 2004 folgte eine volle Saison mit Alan Docking Racing. 2005 fuhr er für Carlin Motorsport in der World Series by Renault und feierte zwei Siege, bevor er mitten in der Saison in Richtung Champ Car nach Nordamerika wechselte, wo er 2006 zum Rookie of the Year gewählt wurde.
In der IndyCar Series entwickelte sich Power zu einem der erfolgreichsten Fahrer der Seriengeschichte. Mit Team Penske gewann er 2014 seine erste Meisterschaft und legte 2022 mit einem weiteren Titel nach, den er trotz nur eines Saisonsiegs durch beeindruckende Konstanz und neun Podestplätze sicherte. Zum Karrierehöhepunkt zählt der Sieg beim 102. Indianapolis 500 im Jahr 2018, mit dem er als erster Australier überhaupt das legendäre Rennen für sich entschied. Mit 45 Siegen und 71 Pole-Positions, dem Serienrekord, sowie 110 Podestplätzen zählt er zu den grossen Namen des amerikanischen Formelsports.
Zur Saison 2026 tritt Will Power für Andretti Global an, nachdem er die zweite Hälfte seiner Karriere massgeblich bei Team Penske geprägt hatte. Als Stammfahrer des Teams will der Australier auch jenseits der Vierzig weiterhin um Siege und Poles kämpfen und seinen Rekordbestand in der IndyCar-Statistik weiter ausbauen.
Titel-Historie
IndyCar-Meisterschaft (2)
- 2014
- 2022
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