Foster holt sich historische Pole in Markham, Palou crasht sich aus der Fast Six

Ontario Honda Dealers Indy at Markham - Saturday, August 15, 2026
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Bobby Travis · NASCAR/IndyCar-Korrespondent

Auf dem brandneuen Strassenkurs in Markham krönte sich Louis Foster zum ersten Pole-Sitter der Geschichte, während Álex Palou seine Qualifying-Runde an der Mauer beendete.

Erstmals überhaupt stand die IndyCar-Serie am Wochenende in Markham, Ontario, am Start, nachdem der Umzug von Torontos Exhibition Place nach fast 40 Jahren vollzogen wurde. Der Freitag ging komplett verloren, weil der Streckenbau nicht rechtzeitig fertig wurde, und so musste das komplette Programm in einen einzigen Samstag gequetscht werden. Genau in diesem verdichteten Zeitfenster lieferte das Qualifying dann trotzdem einen echten Paukenschlag, mit einer Pole für einen Rookie und einem schweren Rückschlag für den Meisterschaftsführenden.

Fosters Meisterstück im Fast Six

Louis Foster liess auf dem neuen 12-Kurven-Kurs keinen Zweifel daran, wer an diesem Samstag das Tempo vorgab. Im Firestone Fast Six drehte der Rahal-Letterman-Lanigan-Pilot eine Runde von 1:13.2383 und sicherte sich damit die erste Pole seiner Karriere. Nach Platz drei im ersten freien Training und der Bestzeit im zweiten Training war das keine Eintagsfliege, sondern die logische Fortsetzung eines Wochenendes, in dem Foster mit dem neuen Asphalt zunehmend besser zurechtkam als die Konkurrenz.

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Penske Entertainment: Joe Skibinski

Dahinter reihten sich Christian Lundgaard (1:13.6352) und Scott McLaughlin (1:13.6804) ein, beide keine drei Zehntel hinter der Bestzeit. Marcus Ericsson komplettierte mit 1:13.8383 die Top vier, Dennis Hauger als bester Rookie neben Foster fuhr auf Platz fünf, und Rinus VeeKay rundete die Fast Six auf Position sechs ab. Ein enges Feld, das zeigt, wie schnell sich die Fahrer trotz des komprimierten Programms auf die neue Strecke eingestellt haben.

Palous Ausritt in Runde zwei

Für Álex Palou lief der Nachmittag dagegen komplett anders. Der Meisterschaftsführende, der mit einem Vorsprung von 110 Punkten nach Markham gereist war, schaffte es zunächst souverän in die zweite Qualifying-Runde. Dort verlor er dann aber die Kontrolle über seinen Ganassi-Honda und schlug hart in die Mauer ein. Die Session war für ihn damit vorzeitig beendet, sein Wagen erlitt erheblichen Schaden, und Palou wurde am Ende mit einer Rundenzeit von 1:17.4292 nur auf Position zwölf klassiert.

Für einen Fahrer, der die Saison bislang dominiert und erst kürzlich in Portland seinen sechsten Saisonsieg eingefahren hat, ist ein Startplatz aus der sechsten Startreihe ein empfindlicher Nadelstich, auch wenn der Punktepolster gross genug ist, um einen einzelnen schwierigen Samstag zu verkraften. Wie stark sich der verpasste Freitag und das damit fehlende Setup-Feintuning auf den Fehler ausgewirkt haben, lässt sich von aussen nicht beziffern, klar ist aber, dass Palou am Sonntag von weiter hinten aufholen muss als es sein Punktekonto vermuten lässt.

Abgehängt am Ende des Feldes

WIll Power - Ontario Honda Dealers Indy at Markham - By: Joe Skibinski
WIll Power – Ontario Honda Dealers Indy at Markham – By: Joe Skibinski

Ganz am Ende der Zeitenliste tauchten zwei Namen auf, die man dort nicht erwartet hätte. Will Power, der bereits im zweiten freien Training mit einem heftigen Ausritt durch Kurve neun und zehn Schaden am Auto verursacht hatte, kam im Qualifying nicht über eine Zeit von 1:20.5647 hinaus und wurde 24. Die Reparaturen an seinem Andretti-Honda nach dem Trainingscrash liessen offenbar keine optimale Vorbereitung auf das Qualifying mehr zu. Josef Newgarden schloss die Zeitenliste mit 1:21.0448 sogar als Letzter ab, mehrere Sekunden hinter der Spitze.

Für Sonntag bedeutet das ein Startfeld voller Kontraste: vorne ein Rookie, der seine erste Pole in ein Rennen ohne Referenzwerte auf dieser Strecke umsetzen muss, dahinter ein eng gestaffeltes Feld bis in die Top zehn, und mit Palou sowie Power und Newgarden gleich drei Titelanwärter beziehungsweise erfahrene Sieger, die von deutlich weiter hinten losfahren als gewohnt. Auf einem komplett neuen Stadtkurs, an dem noch niemand Renn-Erfahrung sammeln konnte, könnte genau das für ein Rennen sorgen, in dem die Startaufstellung am Ende weniger zählt als sonst.