Genesis Magma Racing behält alle sechs Fahrer für die WEC-Saison 2027

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Henri Dubois · Endurance-Korrespondent

Alle sechs Fahrer bleiben: Genesis Magma Racing geht mit unveränderter Besetzung in seine zweite Hypercar-Saison. Wer 2027 in welchem Auto sitzt, ist noch offen.

Genesis Magma Racing setzt auf Kontinuität. Wie das Team mitteilte, gehen alle sechs Fahrer seiner Debütsaison auch 2027 für die Marke in der FIA WEC an den Start: André Lotterer, Pipo Derani und Mathys Jaubert, die sich in diesem Jahr den GMR-001 mit der Nummer 17 teilen, sowie Mathieu Jaminet, Paul-Loup Chatin und Dani Juncadella aus der Nummer 19. Den Anfang machte Juncadella, der am 17. Oktober während des Wochenendes der 6 Stunden von Barcelona als erster Fahrer für 2027 bestätigt wurde. Die übrigen fünf folgten am 21. Oktober.

Was hinter der Entscheidung steht

Die Begründung liefert das Team selbst. Teamchef Cyril Abiteboul verweist auf die Arbeit der Fahrer im Rennen wie in der Entwicklung des GMR-001: „Wir sind mit der Leistung unserer Fahrer in diesem Jahr äusserst zufrieden.“ Sportdirektor Gabriele Tarquini hebt die Zusammenarbeit hervor, die von Beginn an funktioniert habe: „Unsere Fahrer haben in dieser Saison unglaublich gut zusammengearbeitet.“

Für ein Langstreckenteam im ersten Jahr ist das mehr als eine Höflichkeitsformel. Sechs Fahrer, die ein neues Auto über eine ganze Saison kennengelernt haben, tragen Wissen über Reifenverhalten, Stint-Längen und Abstimmung mit sich, das sich nicht einfach an Neuzugänge weiterreichen lässt. Wer dieses Wissen im Team hält, muss im Winter nicht wieder bei null beginnen.

Juncadellas Zusage beim Heimrennen

Für Juncadella fiel die Nachricht auf ein besonderes Wochenende. Der Spanier wurde bei einer Veranstaltung von Genesis in der Innenstadt von Barcelona bestätigt, unmittelbar vor seinem Heimrennen. „Ich bin schon jetzt enorm motiviert für die nächste Saison“, sagte Juncadella. Tarquini ergänzte: „Ich freue mich sehr, dass wir ihn für 2027 bestätigen können.“

Eine Debütsaison mit klarer Richtung

Die Bilanz des ersten Jahres erklärt, warum das Team an seinen Fahrern festhält. Nach dem Debüt im April in Imola holte die Nummer 17 in Spa als Achte die ersten WM-Punkte, in Austin folgte im September mit Platz sieben das bislang beste Ergebnis. In Barcelona fuhr Jaubert mit 1:30,166 Minuten die erste Hypercar-Pole für Genesis und wurde mit 21 Jahren zum jüngsten Polesetter der WEC-Geschichte, Jaminet stellte die Nummer 19 auf Startplatz drei. Ein Podium fehlt dem Team allerdings noch, und die Saison ist nicht vorbei: Mit den 6 Stunden von Monza vom 6. bis 8. November steht ein letztes Rennen aus.

Offen bleibt die Besetzung der beiden Autos

Unverändert bleibt der Kader, nicht zwingend die Aufteilung. Wer 2027 in welchem der beiden GMR-001 sitzt, will Genesis erst vor dem Saisonauftakt festlegen. Die Fahrer-Trios dieses Jahres sind damit kein Automatismus für die kommende Saison, auch wenn das Team mit derselben Gruppe weiterarbeitet.