Team

Emil Frey Racing

EFR
DTMSerie
249Punkte
4Platzierung
2026Saison

Emil Frey Racing war 2023 als einziges Ferrari-Kundenteam in der DTM vertreten.

Emil Frey Racing wurde 2011 im schweizerischen Safenwil gegründet und gehört zur Emil-Frey-Gruppe, dem nach eigenen Angaben größten Autohändler Europas mit knapp 700 Handelsbetrieben. Teamchef Lorenz Frey-Hilti saß in den frühen Jahren selbst im Cockpit und trieb gemeinsam mit dem FIA-Silber-Piloten Fredy Barth die Entwicklung des ersten eigenen Rennwagens voran, eines auf dem Jaguar XK basierenden GT3-Boliden, der 2012 in der Blancpain Endurance Series debütierte.

Was das Team von vielen anderen Rennställen unterscheidet, ist seine Bereitschaft zu Markenwechseln im Rhythmus weniger Jahre. Nach der Eigenentwicklung mit Jaguar wurde Emil Frey Racing 2015 Werksteam von Lexus und trat mit dem RC F GT3 unter anderem auf der Nürburgring-Nordschleife an. 2019 folgte der Wechsel zu Lamborghini, der sich sofort auszahlte: Mit dem Huracan GT3 Evo gewann das Team auf Anhieb Team- und Fahrerwertung der International GT Open Championship.

2023 vollzog Emil Frey Racing den nächsten Markenwechsel, diesmal zu Ferrari, nachdem die Emil-Frey-Gruppe einen Vertrag als Ferrari-Händler in München gesichert hatte. Mit dem neuen Ferrari 296 GT3 gab das Team im selben Jahr sein DTM-Debut und war damit das einzige Ferrari-Kundenteam im Feld der deutschen Traditionsserie, ein auffälliger Kontrast zu den etablierten Audi-, BMW- und Mercedes-Teams.

Prominenz brachte das Team gleich in seiner ersten DTM-Saison mit: Neben Thierry Vermeulen, dem Sohn von Max Verstappens Manager Raymond Vermeulen, holte man mit Jack Aitken einen ehemaligen Formel-1-Fahrer ins Cockpit, der 2020 für Williams in Bahrain gefahren war. Diese Kombination aus Schweizer Handels-Know-how und internationalem Fahrerkader prägt das Auftreten von Emil Frey Racing bis heute.

Für die Saison 2026 hat Emil Frey Racing sein Engagement wieder auf zwei Ferrari 296 GT3 reduziert. Thierry Vermeulen bleibt dem Team treu, während der Italiener Matteo Cairoli den Platz von Jack Aitken übernimmt, der sich verstärkt auf sein Prototypen-Programm bei Cadillac konzentriert. Ziel bleibt es, sich im dichten GT3-Feld der DTM als konstante Kraft zu etablieren.