Bobby Travis · NASCAR/IndyCar-Korrespondent
Auf dem WeatherTech Raceway Laguna Seca kontrollierte Scott McLaughlin von der Pole bis zur Ziellinie das letzte Rennen der IndyCar-Saison 2026, während Alexander Rossi mit seinem ersten Podium für Ed Carpenter Racing für die grösste Überraschung des Tages gesorgt haben dürfte.
Scott McLaughlin hat am Sonntag den Mission Grand Prix of Monterey gewonnen, das 18. und letzte Rennen der NTT INDYCAR SERIES-Saison 2026 auf dem Roadcourse des WeatherTech Raceway Laguna Seca. Der Neuseeländer aus dem Team Penske startete von der Pole-Position, wehrte sich beim Start gegen den bereits als Champion feststehenden Álex Palou und liess sich die Führung anschliessend nicht mehr nehmen. Es war McLaughlins erster Sieg seit zwei Jahren, eingefahren vor Kyle Kirkwood und Alexander Rossi.
Chaos in Runde eins, McLaughlin bleibt cool
Der Start ging an McLaughlin, der die Innenlinie gegen Palou verteidigte und die erste Kurve als Erster anfuhr. Rosenqvist reihte sich dahinter auf Rang drei ein und hielt sich zunächst aus dem Getümmel dahinter heraus, das den Rennverlauf schon nach wenigen Hundert Metern prägen sollte.
Noch vor Turn sechs kam es zum ersten grösseren Zwischenfall des Tages. Sting Ray Robb fuhr Dennis Hauger ins Heck, der Norweger drehte sich und schlug in die Reifenbarriere ein. Für Hauger war das Rennen damit nach nur einer Runde beendet, sein Auto liess sich nach den Schäden nicht mehr bewegen. Die Rennleitung wertete den Kontakt als vermeidbar und belegte Robb mit einer Stop-and-10-Sekunden-Strafe, die ihn am Ende auf den 23. Platz zurückwarf.
Vorne liess sich McLaughlin von der frühen Caution nicht aus der Ruhe bringen. Beim Restart verteidigte er die Führung erneut gegen Palou und zog in der Folge einen kleinen, aber stabilen Vorsprung auf, den er über weite Strecken des Rennens verwaltete, ohne dass ein zweiter ernsthafter Angriff auf die Spitze folgte.
Rossi holt sein erstes Podium für ECR

Während sich vorne die Reihenfolge nach dem Restart kaum noch änderte, entwickelte sich dahinter ein Kampf um die restlichen Podiumsplätze. Kyle Kirkwood arbeitete sich im Verlauf des Rennens auf Rang zwei vor und blieb am Ende 1,4 Sekunden hinter McLaughlin, ohne diesen im dichten Verkehr auf dem engen Kurs ernsthaft attackieren zu können.
Die grösste Geschichte des Nachmittags dürfte aber Alexander Rossi geschrieben haben. Mit Platz drei, nur 2,8 Sekunden hinter dem Sieger, fuhr er sein erste Podium für Ed Carpenter Racing ein, ein Ergebnis, das für das kleine Team weit über den reinen Punktegewinn hinaus zählen dürfte. Felix Rosenqvist rundete die Top vier auf Rang vier ab, nachdem er sich früh im Rennen bereits in Schlagdistanz zur Spitzengruppe gehalten hatte.
David Malukas komplettierte für Penske als Fünfter ein starkes Teamresultat, während Christian Lundgaard auf Platz sechs zeigte, dass Arrow McLaren auch ohne O’Ward, der erst als Elfter ins Ziel kam, in Laguna Seca konkurrenzfähig war.
Palou souverän zum Titel, McLaughlin mit Ausblick auf 2027

Für Álex Palou war der Grand Prix of Monterey ohnehin nur noch die Kür. Der Meistertitel stand bereits vor dem Rennen fest, entsprechend liess sich sein achter Platz am Ende auch nicht als Rückschlag lesen, sondern eher als ruhiger Ausklang einer Saison, die er längst für sich entschieden hatte. Sein Teamkollege Kyffin Simpson beendete das Rennen auf Rang zehn und rundete für Chip Ganassi Racing ein solides, wenn auch nicht spektakuläres Saisonende ab.
Für Scott McLaughlin dürfte der Sieg dagegen deutlich mehr bedeuten als 54 Punkte im bereits entschiedenen Titelkampf. Nach zwei Jahren ohne Erfolgserlebnis liefert die Pole-to-Win-Fahrt in Laguna Seca ein Ausrufezeichen, das Penske mit ins nächste Jahr nehmen dürfte. Wie viel Schwung sich aus diesem Saisonabschluss tatsächlich in die Vorbereitung auf 2027 übertragen lässt, wird sich erst zeigen, wenn die Serie im kommenden Frühjahr wieder an den Start geht.





