Bobby Travis · NASCAR/IndyCar-Korrespondent
Nach vier Jahren im Nummer-14-Chevrolet muss sich Santino Ferrucci für die IndyCar-Saison 2027 ein neues Cockpit suchen.
Santino Ferrucci wird die IndyCar-Saison 2027 nicht mehr für A.J. Foyt Racing bestreiten. Der Rennstall ersetzt ihn im Chevrolet mit der Startnummer 14 durch Dennis Hauger, den Indy-NXT-Champion von 2025 und IndyCar-Rookie-of-the-Year von 2026. Ferruccis nächster Schritt in der Serie ist damit offen, ein neues Cockpit für 2027 hat er nach aktuellem Stand noch nicht gefunden.
Vier Jahre im Nummer-14-Chevrolet

Ferrucci war vier Saisons lang das Gesicht der Nummer 14 bei A.J. Foyt Racing, einem der traditionsreichsten Namen in der IndyCar. Der Amerikaner kam als jüngster Sieger der britischen Formel 3 in die Serie und arbeitete sich über die Jahre bis zum Indy-500-Podium hoch, ein Ergebnis, das seinen Ruf als einer der konstantesten Fahrer im Feld gefestigt haben dürfte.
Dass ausgerechnet dieses Kapitel jetzt endet, dürfte in der Fahrerszene für Gesprächsstoff sorgen. Vier Jahre bei einem Team sind in der IndyCar keine Selbstverständlichkeit, gerade bei einem Rennstall wie Foyt, der in den letzten Jahren immer wieder an seiner Aufstellung gefeilt hat.
Hauger übernimmt nach starkem Rookie-Jahr

Der Neue heisst Dennis Hauger. Der Norweger holte sich 2025 die Meisterschaft in der Indy NXT, der wichtigsten Nachwuchsserie unterhalb der IndyCar, und liess in seiner ersten vollen IndyCar-Saison 2026 direkt die Rookie-of-the-Year-Auszeichnung folgen. Für Foyt wirkt der Schritt naheliegend: Wer als Rookie schon überzeugt, bekommt den nächsten Vertrauensbeweis in Form eines Stammcockpits.
Für das Team dürfte der Wechsel einen Verjüngungskurs bedeuten. Ferrucci war die erfahrene Konstante im Fahrerlager von Foyt, Hauger bringt dagegen die Aufbruchstimmung eines Youngsters mit, der sich in der Serie erst noch dauerhaft beweisen muss, was gerade auf den unterschiedlichen Strecken der IndyCar, von Roadcourses über Street Circuits bis zu den Ovalen, eine echte Lernkurve verlangt.
Wohin für Ferrucci?
Konkrete Angaben zu Verhandlungen oder einem möglichen neuen Arbeitgeber für 2027 gibt es bislang nicht. Ferruccis Marktwert dürfte trotz des verlorenen Stammplatzes intakt sein, sein Indy-500-Podium und seine Erfahrung über mehrere Teams und Streckentypen hinweg sprechen für ihn.
Wie es für Santino Ferrucci weitergeht, bleibt vorerst offen. Die IndyCar-Silly-Season für 2027 ist damit früh und mit einem prominenten Namen eröffnet, und die kommenden Wochen dürften zeigen, welches Team als nächstes auf seine Dienste setzt.




