Klaus Weber · DTM-Korrespondent
Am 3. und 4. Oktober 2026 rollt beim ADAC Racing Weekend auf dem Hockenheimring ein Feld historischer Tourenwagen an den Start, das die reglementarischen Wurzeln der DTM sichtbar macht.
Die Tourenwagen Legenden starten mit Pure Group A ein Pilotprojekt, das die frühe DTM-Ära sowie das Gruppe-A-Reglement von 1982 bis 1992 wieder auf die Strecke bringt. Die ersten Läufe finden am 3. und 4. Oktober 2026 beim ADAC Racing Weekend auf dem Hockenheimring statt. Für das technische Konzept zeichnet Frank Richter verantwortlich, angeführt wird das Starterfeld von Rennfahrer-Ikone Harald Grohs in einem BMW M3 E30 aus dem Fundus von Heinz F. Pott.
Warum das Gruppe-A-Reglement für die DTM-Geschichte zentral ist
Die Gruppe A bildete von 1982 bis 1992 das technische Fundament, auf dem die DTM in ihrer Gründungsphase aufbaute. Serienbasierte Fahrzeuge mit begrenzten Modifikationen sorgten für eine Feldstärke, die Fahrkönnen stärker gewichtete als reine Motorleistung. Dieses Prinzip ist die Grundlage, an der sich Pure Group A orientiert.
Technik-Verantwortlicher Frank Richter betont, dass sich die neue Serie eng an den damaligen reglementarischen Hintergründen ausrichtet. Für ein Pilotprojekt bedeutet das einen Balanceakt: Die Fahrzeuge sollen in Technik und Auftritt dem historischen Original entsprechen, ohne dass dabei die Renntauglichkeit auf der Strecke leidet. Wie weit dieser Ansatz trägt, wird sich erst im praktischen Renneinsatz zeigen, wenn die Fahrzeuge unter realen Bedingungen gegeneinander antreten.
Sechs BMW M3 E30 und eine prominente Spitze

Das Teilnehmerfeld des ersten Pure-Group-A-Wochenendes wird unter anderem von sechs BMW M3 E30 gebildet, einem Fahrzeug, das die Gruppe-A-Ära wie kein zweites geprägt hat. Angeführt wird das Feld von Harald Grohs in einem BMW M3 E30, der aus dem Besitz von Heinz F. Pott stammt. Die Konzentration auf ein einzelnes, historisch bedeutsames Modell spricht für eine vergleichsweise enge Feldstärke, da Unterschiede eher im Set-up und im fahrerischen Umgang mit dem Material liegen als in grundlegend unterschiedlicher Fahrzeugtechnik.
Dass mit Harald Grohs ein Name aus der ursprünglichen Gruppe-A-Zeit an der Spitze des Feldes steht, verbindet das Pilotprojekt unmittelbar mit der Epoche, die es nachbilden soll. Für die Veranstalter dürfte das auch ein Signal an das Publikum sein, dass es sich nicht um eine reine Showveranstaltung handelt, sondern um einen Wettbewerb mit historischem Anspruch.
Ein Testfeld für die Zukunft der historischen Serie
Der Status als Pilotprojekt deutet darauf hin, dass die Tourenwagen Legenden die Resonanz des ersten Wochenendes genau beobachten werden, bevor über eine feste Fortführung entschieden wird. Das ADAC Racing Weekend auf dem Hockenheimring bietet dafür einen passenden Rahmen, da die Strecke selbst eng mit der frühen DTM-Geschichte verbunden ist, auf die sich das Reglement von Pure Group A bezieht.
Ob aus dem Pilotprojekt eine feste Serie mit regelmässigem Kalender wird, dürfte massgeblich davon abhängen, wie sich die Feldstärke und das Zuschauerinteresse an den beiden Oktobertagen entwickeln. Mit sechs BMW M3 E30 und einer namhaften Spitze ist zumindest die sportliche Grundlage für ein aussagekräftiges erstes Wochenende gelegt.





