Klaus Weber · DTM-Korrespondent
Ricardo Feller sichert sich im Training 2 die schnellste Rundenzeit vor Teamkollege Thomas Preining, während Marco Wittmann mit der drittschnellsten Zeit für Schubert Motorsport eine deutliche Formsteigerung zeigt.
Ricardo Feller fuhr im zweiten freien Training zum DTM-Wochenende am Sachsenring die Bestzeit von 1:18.857 und verwies damit Teamkollege Thomas Preining, den Schnellsten aus Training 1, auf Rang zwei. Der Rückstand von 0,030 Sekunden zeigt, wie eng Manthey EMA die beiden Fahrzeuge im Renntrimm beieinander hält.
Manthey EMA tauscht die Rollen
Nachdem Preining im ersten Training mit 1:18.148 noch die schnellste Runde des Tages markiert hatte, drehte sich das Bild im zweiten Lauf. Feller verbesserte sich auf 1:18.857 und übernahm die Spitzenposition, während Preining mit 1:18.887 auf Rang zwei zurückfiel. Beide Zeiten liegen rund sieben Zehntel über dem Bestwert aus Training 1, was für insgesamt höhere Rundenzeiten im zweiten Lauf spricht und auf ein verändertes Streckengrip-Niveau oder eine andere Reifenwahl hindeuten dürfte.
Dass Manthey EMA in beiden Trainingseinheiten die ersten beiden Plätze belegte, unterstreicht die aktuelle Stärke des Teams. Für das Team ist die Konstanz über zwei Sessions hinweg der wichtigere Befund als die interne Reihenfolge der beiden Fahrer.
Wittmann und Schubert mit deutlichem Sprung

Marco Wittmann fuhr mit 1:18.918 die drittschnellste Zeit und verbesserte sich damit gegenüber Training 1, wo er mit 1:19.071 nur Rang zwölf belegt hatte, um neun Positionen. Für Schubert Motorsport ist das ein Signal, dass das Set-up zwischen den beiden Sessions in die richtige Richtung angepasst wurde.
Gegenläufig verlief die Entwicklung bei Wittmanns Teamkollegen Kelvin van der Linde. Nach Platz zwei in Training 1 mit 1:18.235 fiel er in Training 2 auf Rang vierzehn mit 1:19.445 zurück, ein Rückstand von 1,21 Sekunden auf die eigene Bestzeit vom Vortag. Für Schubert Motorsport bedeutet die Diskrepanz zwischen den beiden Fahrzeugen, dass vor dem Qualifying noch Abstimmungsarbeit ansteht.
Feldstärke im Mittelfeld eng beieinander
Zwischen Rang vier und Rang zehn liegen in Training 2 nur 0,281 Sekunden, ein Beleg für die enge Feldstärke, die die Balance of Performance in dieser Saison erzeugen soll. Jules Gounon (1:18.946), Nicki Thiim (1:19.018), Maro Engel (1:19.037), Lucas Auer (1:19.079), Ben Dörr (1:19.087), Thierry Vermeulen (1:19.181) und Bastian Buus (1:19.227) trennen im Renntrimm oft nur wenige Hundertstel.
Am Ende des Feldes fiel besonders Kelvin van der Lindes Rückstand auf, während Nicolas Baert mit 1:20.250 die langsamste Zeit der Session markierte und damit den Abstand zur Spitze auf 1,393 Sekunden ausbaute. Wie sich diese Ausgangslage im Qualifying am Samstag niederschlägt, wird sich zeigen. Für Manthey EMA ist die Doppelspitze aus Training 2 jedenfalls eine gute Basis, für Schubert Motorsport bleibt die interne Diskrepanz zwischen Wittmann und van der Linde die offene Frage vor der ersten Session mit Punkten.





