Verstappen gewinnt Chaos-Rennen in Sepang, Russell verliert Podium kurz vor Schluss

KUALA LUMPUR, MALAYSIA - OCTOBER 03: Pole position qualifier Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing celebrates in parc ferme during qualifying ahead of the F1 Grand Prix of Bahrain in Malaysia at Sepang Circuit on October 03, 2026 in Kuala Lumpur, Malaysia. (Photo by Sona Maleterova/Getty Images)
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Marco Rossi · F1-Korrespondent

Unter wechselhaften Bedingungen und zwei Safety-Car-Phasen sicherte sich Max Verstappen seinen ersten Saisonsieg, während George Russell einen sicher geglaubten dritten Platz kurz vor dem Ziel einbüsste.

Max Verstappen hat am Sonntag den Grand Prix von Bahrain in Malaysia auf dem Sepang International Circuit gewonnen und damit seinen ersten Saisonsieg 2026 eingefahren. Von der Pole gestartet, setzte sich der Niederländer in einem von wechselhaften Bedingungen und zwei Safety-Car-Phasen geprägten Rennen vor Andrea Kimi Antonelli und Lewis Hamilton durch, während George Russell nach einem Defekt in der Schlussphase vom Podest fiel.

Verstappen lässt sich die Führung nicht mehr nehmen

Verstappen hatte sich die Pole mit 1:35.130 vor Hamilton gesichert und übernahm vom Start weg die Kontrolle über das Rennen. Unter den tückischen, schwer kalkulierbaren Bedingungen in Sepang, die das gesamte Feld über weite Strecken zu vorsichtiger Fahrweise zwangen, verwaltete der Red-Bull-Pilot seinen Vorsprung souverän und liess sich auch durch zwei Unterbrechungen nicht aus dem Rhythmus bringen.

Am Ende stand ein Vorsprung von gut zwei Sekunden auf Antonelli zu Buche, auf den ersten Blick knapp, nach den turbulenten 55 Runden aber ein verdienter Erfolg. Für Verstappen ist es der erste Sieg der laufenden Saison, ein Erfolg, den er sich unter den schwierigen Bedingungen hart erarbeiten musste.

Zwei Safety Cars und das bittere Ende für Russell

Bereits in Runde 7 verlor Valtteri Bottas auf den rutschigen Streckenbelägen die Kontrolle über seinen Cadillac und drehte sich, wie motorsportweek.com berichtete. Der Dreher löste die erste Safety-Car-Phase aus und öffnete zugleich ein wichtiges strategisches Fenster, in dem mehrere Fahrer von Intermediates auf Slicks wechselten.

Deutlich folgenreicher war der zweite Zwischenfall. Alexander Albon blieb in Runde 43 mit einem Getriebeschaden am Streckenrand stehen, wie racingnews365.com berichtete. Sein Williams steckte im Gang fest und konnte von den Streckenposten nicht von Hand beiseitegeschoben werden. Was zunächst als virtuelles Safety Car begann, musste wegen des nötigen Kraneinsatzes in eine vollständige Safety-Car-Phase umgewandelt werden, die die Boxenstopp-Fenster in der Schlussphase noch einmal durcheinanderwirbelte.

Berichten zufolge erlitt George Russell mitten in dieser Phase, in Runde 51, an seinem Mercedes einen mutmasslichen Defekt an der Antriebseinheit. Der Brite lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz drei, hinter dem führenden Verstappen und seinem Teamkollegen Antonelli, nach einer starken Aufholjagd von Startplatz acht. Russell musste seinen Wagen abstellen und schied aus, ein Ausfall, der ihn wertvolle Punkte kostete und für Mercedes bitter war.

Antonelli baut WM-Vorsprung aus, gutes Wochenende für Red Bulls Nachwuchsteam

Für Antonelli bedeutete der zweite Platz mehr als nur gute Punkte an einem schwierigen Wochenende. Nach Angaben von racingnews365.com wuchs sein Vorsprung in der Fahrerwertung durch Russells Ausfall von 66 auf 84 Punkte, ein Polster, das dem jungen Italiener im Titelkampf deutlich in die Karten spielt. Hamilton komplettierte mit Platz drei ein starkes Ferrari-Wochenende, Leclerc fuhr von Startplatz fünf auf Rang vier und verpasste mit der Scuderia nur knapp ein Doppelpodest.

Auch bei Visa Cash App Racing Bulls gab es Grund zur Freude: Liam Lawson holte sich von Startplatz elf kommend Platz sieben, Arvid Lindblad fuhr von Rang sechzehn auf zehn und damit in die Punkte, ein ermutigendes Resultat für das Nachwuchsteam. Weniger zufrieden dürfte man bei McLaren sein, wo Lando Norris trotz starkem sechsten Startplatz nur auf Position neun ins Ziel kam, während Oscar Piastri sich von Platz sieben auf sechs verbesserte.

Mit Blick auf die kommenden Rennen bleibt die Konstellation an der Spitze spannend. Verstappen hat gezeigt, dass er auch unter schwierigen Bedingungen gewinnen kann, während Antonelli seinen WM-Vorsprung trotz des überraschenden Ausfalls seines Teamkollegen ausbaute. Mercedes und Russell müssen daraus lernen, eine starke Renngeschwindigkeit künftig auch tatsächlich in Zählbares zu verwandeln.