Bobby Travis · NASCAR/IndyCar-Korrespondent
Auf dem Roadcourse von Laguna Seca ging es im Qualifying um Hundertstel, während im Feld dahinter die Duelle um WM-Platz zwei längst begonnen haben.
Scott McLaughlin hat sich am Samstag beim Mission Grand Prix of Monterey die Pole Position für das letzte Rennen der INDYCAR-Saison 2026 gesichert. Im Team-Penske-Chevrolet fuhr er in der finalen Fast-Six-Session auf dem WeatherTech Raceway Laguna Seca eine 1:09.1363 und liess damit den bereits als Champion feststehenden Álex Palou nur 0,018 Sekunden hinter sich. Für McLaughlin ist es eine Genugtuung nach einem turbulenten zweiten Training: Berichten zufolge rutschte er dabei kurz durchs Kiesbett und musste am Unterboden reparieren lassen, ehe er selbst im FP2 die Bestzeit setzte.
Fast Six: McLaughlin behält die Nerven
Die letzte Ausscheidungsrunde des Tages war denkbar eng. McLaughlin und Palou trennten am Ende weniger als zwei Hundertstel, ein Vorsprung, der auf dem 3,6 Kilometer langen Kurs durch den Corkscrew und die schnellen Kurvenkombinationen kaum kleiner hätte ausfallen können. Felix Rosenqvist komplettierte im Meyer-Shank-Wagen als Dritter die vorderste Startreihe und bestätigte damit seine starke Form aus beiden Trainingssessions, in denen er jeweils Zweiter geworden war.
Für Palou selbst hat die Startposition sportlich kaum noch Gewicht. Der Titel steht seit Wochen fest, sein fünfter insgesamt und der vierte in Serie. Dass er dennoch bis zur letzten Zehntel um die Pole kämpfte, zeigt aber, dass bei Ganassi auch im entschiedenen Titelrennen niemand einen Gang zurückschaltet.
Rossi überzeugt, Malukas mit Ausreisser im letzten Segment

Alexander Rossi fuhr im ECR-Chevrolet mit einer 1:09.3247 auf Startplatz vier und damit stark genug für einen sicheren Platz in der Fast Six. Christian Lundgaard sicherte sich im Arrow McLaren mit Rang fünf ebenfalls einen Platz in der Fast Six, allerdings mit deutlichem Rückstand von über einer Sekunde auf die Spitze.
David Malukas rundete das Sextett auf Position sechs ab, seine Rundenzeit von 1:12.8461 lag jedoch weit abgeschlagen hinter dem restlichen Feld der finalen Session. Damit steht er als Letzter der Fast Six da, ein Startplatz, der nicht die Pace widerspiegelt, die Team Penske über das gesamte Wochenende gezeigt hat.
Startaufstellung und das offene Rennen um Platz zwei der Meisterschaft
Während vorne die Pole-Entscheidung im Mittelpunkt stand, lohnt sich der Blick auf die Startpositionen der drei Fahrer, die noch um den zweiten WM-Rang kämpfen. Lundgaard geht als Fünfter mit der besten Ausgangslage der drei ins Rennen, Kyle Kirkwood qualifizierte sich im Andretti-Global-Wagen aus der zweiten Qualifying-Runde heraus auf Platz sieben, Pato O’Ward dagegen kam über die erste Runde nicht hinaus und startet nur von Position 13.
Für O’Ward bedeutet das am Sonntag über 95 Runden und 212,61 Meilen einen langen Weg nach vorn durch enger werdenden Verkehr im Mittelfeld, während Lundgaard von der zweiten Startreihe aus die Kontrolle über das direkte Duell mit Kirkwood behalten könnte. Wie stark sich die Startreihenfolge tatsächlich auf die Meisterschaftsrangliste hinter dem längst gekrönten Palou auswirkt, wird sich erst am Sonntagnachmittag in Monterey zeigen, wenn das letzte Rennen der Saison um 14:30 Uhr Ostküstenzeit (11:30 Uhr Ortszeit in Kalifornien) die Antworten liefert.





