Lawson und Tsunoda bleiben im Amt: Hadjars Ausfall zieht sich bis Monza hin

Isack Hadjar of France and Oracle Red Bull Racing and Liam Lawson of New Zealand and Visa Cash App Racing Bulls at Hungaroring on July 26, 2026 in Budapest
Avatar von Marco Rossi
2–3 Minuten

Marco Rossi · F1-Korrespondent

Die Rochade aus Zandvoort bleibt bestehen: Isack Hadjars Handverletzung heilt langsamer als erhofft, deshalb sitzen Lawson und Tsunoda auch in Monza in den falschen Cockpits.

Liam Lawson sitzt auch beim Grossen Preis von Italien in Monza im Cockpit von Red Bull Racing, weil sich Isack Hadjar von der Handverletzung, die ihn bereits vor dem Grossen Preis der Niederlande in Zandvoort ausser Gefecht gesetzt hatte, weiterhin nicht erholt hat. Bei Racing Bulls bleibt entsprechend Yuki Tsunoda im Auto, der die Rochade bereits in Zandvoort bestritt und nun in sein zweites Rennwochenende in Folge geht. Für Monza handelt es sich damit nicht um einen neuen Fahrertausch, sondern um die Fortsetzung einer Lösung, die Red Bull seit zwei Wochenenden fährt.

Eine Verletzung, die sich hinzieht

Hadjars Ausfall ist damit kein neues Thema mehr, sondern ein andauerndes. Die Handverletzung aus der Sommerpause, die ihn bereits in Zandvoort vom Cockpit fernhielt, lässt ihn auch zwei Wochen später nicht zurückkehren. Für Red Bull bedeutet das erneut ein Rennwochenende ohne den eigentlichen Racing-Bulls-Stammfahrer, und zwar ausgerechnet auf einer Strecke, deren lange Geraden und wenige Kurven kaum Raum für Fehler lassen.

Die Konsequenz aus Hadjars andauerndem Fehlen trifft weiterhin zwei Teams gleichzeitig. Lawson bleibt bei Red Bull Racing, wo er seit Zandvoort im Einsatz ist, während der dadurch besetzte Platz bei Racing Bulls bei Tsunoda bleibt. Die Rochade, die vor zwei Wochenenden noch als kurzfristige Lösung galt, hat sich damit zu einem längerfristigen Provisorium entwickelt, dessen Ende weiterhin an Hadjars Genesung hängt.

Tsunodas zweites Wochenende in Folge

Yuki Tsunoda of Japan driving the (22) Visa Cash App Racing Bulls VCARB 03 RB Ford on track prior to the F1 Grand Prix of Netherlands at Circuit Zandvoort on August 23, 2026 in Zandvoort, Netherlands. (Photo by Clive Mason/Getty Images)
Yuki Tsunoda of Japan driving the (22) Visa Cash App Racing Bulls VCARB 03 RB Ford on track prior to the F1 Grand Prix of Netherlands at Circuit Zandvoort on August 23, 2026 in Zandvoort, Netherlands. (Photo by Clive Mason/Getty Images)

Für Tsunoda ist Monza damit keine Rückkehr im eigentlichen Sinn mehr, sondern die Fortsetzung eines Einsatzes, der bereits in Zandvoort begann. Der Japaner hatte dort nach Monaten als Test- und Ersatzfahrer sein Comeback in der Startaufstellung gegeben und bleibt seither ohne Unterbrechung im Cockpit der Racing Bulls, eine Kontinuität, die ihm in Monza zugutekommen dürfte.

Für Racing Bulls dürfte genau diese Kontinuität der eigentliche Vorteil sein. Anders als noch vor zwei Wochen, als Tsunoda nach langer Pause ohne aktuelles Renntempo ins Auto stieg, kennt er den Boliden mittlerweile aus einem echten Renneinsatz, was dem Team auf einer anspruchsvollen Strecke wie Monza mehr Verlässlichkeit geben dürfte als ein erneuter Umstieg auf einen unbekannten Fahrer.

Was auf dem Spiel steht

Für Lawson wiederum ist die fortgesetzte Vertretung bei Red Bull Racing eine Chance, die er sich kaum hätte wünschen können, wenn auch unter unglücklichen Vorzeichen. Jeder weitere Einsatz im Spitzenteam ist für ihn eine Gelegenheit, sich für die Zukunft zu empfehlen, auch wenn die Umstände seines Einsatzes ihm dabei wenig helfen. Monza mit seinem hohen Speed-Anteil dürfte dabei weniger über Reifenmanagement, sondern eher über Nervenstärke unter Druck entscheiden.

Wie lange diese Konstellation anhält, hängt weiterhin allein davon ab, wie schnell Hadjar wieder fit wird. Nach Zandvoort ist Monza bereits das zweite Rennwochenende, an dem Lawson und Tsunoda die Cockpits ausserhalb ihrer eigentlichen Teams besetzen, während Red Bull und Racing Bulls in der Konstrukteurswertung keinen Boden verlieren wollen und der eigentliche Stammfahrer weiterhin von aussen zusehen muss.