Dollar Tree 301: Auf der Magic Mile entscheidet sich der Playoff-Cutoff

LOUDON, NEW HAMPSHIRE - JUNE 23: Tyler Reddick, driver of the #45 SiriusXM Toyota, Michael McDowell, driver of the #34 Long John Silver's Ford, and Kyle Larson, driver of the #5 HendrickCars.com Chevrolet, race during the NASCAR Cup Series Today 301 at New Hampshire Motor Speedway on June 23, 2024 in Loudon, New Hampshire. (Photo by Sean Gardner/Getty Images)
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Bobby Travis · NASCAR/IndyCar-Korrespondent

Zwei Rennen vor dem Ende der Regular Season steht in Loudon nicht nur der Sieg auf dem Spiel, sondern für einige Fahrer die gesamte Saison.

Am Sonntag, den 23. August, steigt auf dem 1,058 Meilen langen New Hampshire Motor Speedway, der Magic Mile in Loudon, das Dollar Tree 301, Rennen 25 von 36 in der NASCAR Cup Series und die vorletzte Station der Regular Season vor dem Beginn der Playoffs. Green Flag ist um 15.10 Uhr Ostküstenzeit, übertragen wird bei USA Network und Max, Radio-Hörer erreichen das Rennen über PRN und SiriusXM NASCAR Radio auf Kanal 90. Für die 16 Fahrer im aktuellen Playoff-Feld geht es um Ranking-Punkte, für alle anderen um die letzte grosse Chance, sich über einen Sieg oder starke Stage-Ergebnisse noch ins Bild zu bringen, bevor in Daytona die letzte Tür zufällt.

Der Zeitplan am Magic Mile

Los geht das Wochenende bereits am Samstag: Um 10.30 Uhr steht das Cup-Series-Training an, gefolgt vom Qualifying um 11.35 Uhr, beides live auf truTV. Am Nachmittag, um 13.30 Uhr, tritt die Craftsman Truck Series zum Team EJP 175 an, zu sehen auf FS1. Der Sonntag gehört dann ganz dem Cup-Feld: 301 Runden, aufgeteilt in drei Stages von 70, 115 und 116 Runden, macht in Summe 318,46 Meilen auf dem flachen Oval, das für sein enges Pack-Racing und seine langen Restart-Zonen bekannt ist.

Die Wetterlage könnte dem Wochenende noch eine zusätzliche Variable hinzufügen. Vorhergesagt sind warme, schwüle und potenziell regnerische Bedingungen, die NASCARs Wet-Weather-Reifenpaket für Short Tracks ins Spiel bringen könnten. Sollte dieses Paket zum Einsatz kommen, würde das die Strategie-Optionen im Rennen spürbar durcheinanderwirbeln, ein Faktor, den Teams bei der Reifenwahl und beim Timing ihrer Pit-Stopps im Hinterkopf behalten müssen.

Der Cutoff rückt näher: Wer noch zittern muss

DOVER, DELAWARE - MAY 17: Denny Hamlin, driver of the #11 Progressive Insurance Toyota, celebrates with a burnout after winning the NASCAR Cup Series All-Star Race at Dover Motor Speedway on May 17, 2026 in Dover, Delaware. (Photo by Sean Gardner/Getty Images)
DOVER, DELAWARE – MAY 17, 2026: Denny Hamlin, driver of the #11 Progressive Insurance Toyota. (Photo by Sean Gardner/Getty Images)

An der Spitze der Meisterschaft hat sich Denny Hamlin mit 969 Punkten, vier Siegen und 14 Top-5-Ergebnissen als klarer Anführer der Regular Season etabliert, mit Ryan Blaney (854 Punkte, zwei Siege) und Ty Gibbs (842 Punkte, zwei Siege) auf den Plätzen zwei und drei. Tyler Reddick führt mit fünf Saisonsiegen die Statistik in dieser Kategorie an, liegt in der Gesamtwertung aber auf Rang vier mit 831 Zählern.

Spannender wird es weiter unten im Feld. Chris Buescher hält als Zehnter mit 653 Punkten aktuell einen Playoff-Platz, ebenso wie Bubba Wallace auf Rang 14 mit 587 Punkten und Austin Cindric auf Rang 15 mit 574 Punkten, keiner der drei hat in dieser Saison bislang gewonnen. Direkt dahinter lauert Ryan Preece mit 517 Punkten, 50 Zähler hinter dem Cutoff, gefolgt von Ross Chastain mit 504 Punkten (Rückstand 63) und Brad Keselowski mit 489 Punkten (Rückstand 78). Erik Jones rundet die Bubble-Gruppe auf Platz 20 mit 480 Punkten ab, 87 Zähler von der sicheren Zone entfernt. Shane van Gisbergen sitzt zwar nur auf Rang 16, hat sich dank zweier Saisonsiege aber bereits einen Playoff-Platz gesichert, was ihm im Gegensatz zu den nicht siegreichen Fahrern auf der Bubble deutlich mehr Ruhe verschaffen dürfte. Für Buescher, Wallace, Cindric und die Gruppe dahinter bedeutet New Hampshire also: Jede Stage zählt, jeder verlorene Platz bei einem Restart kann am Ende über die Teilnahme an den Playoffs entscheiden.

Blaney als Titelverteidiger, Dollar Tree als neuer Namensgeber

DAYTONA BEACH, FLORIDA – FEBRUARY 11: Ryan Blaney, driver of the #12 Menards/Peak Ford, poses for a photo during qualifying for the NASCAR Cup Series Daytona 500 at Daytona International Speedway on February 11, 2026 in Daytona Beach, Florida. (Photo by Chris Graythen/Getty Images)

Ryan Blaney reist als Titelverteidiger nach Loudon und zählt bei den Buchmachern neben Christopher Bell, Joey Logano und dem laufenden Punkteführer Denny Hamlin zu den Favoriten auf der Magic Mile. Bell selbst steht mit zehn Top-5- und zwölf Top-10-Ergebnissen zwar ohne Saisonsieg da, gilt aber auf Flat-Track-Ovalen wie diesem traditionell als einer der konstantesten Fahrer im Feld, ein Umstand, der seine Playoff-Position auf Rang sieben mit 695 Punkten erklären dürfte.

Abseits der Strecke bringt das Wochenende auch eine neue Konstellation mit sich: Dollar Tree hat für 2026 die Titelsponsoring-Rechte am New Hampshire-Rennen übernommen und baut damit seine Präsenz im Sport aus, parallel zur bestehenden mehrjährigen Partnerschaft mit Legacy Motor Club, dessen Fahrer Erik Jones und John Hunter Nemechek in dieser Saison ebenfalls um jeden Punkt kämpfen müssen, um den Anschluss ans Playoff-Feld nicht ganz zu verlieren.

Mit nur noch einem Rennen nach Loudon vor dem Start der Playoffs, dem Saisonfinale der Regular Season in Daytona, bleibt den Bubble-Fahrern kaum noch Spielraum für Fehler. Ob sich das Feld in New Hampshire weiter verdichtet oder ob einer der Favoriten schon jetzt die Weichen für die Postseason stellt, wird sich erst am Sonntagnachmittag auf der Magic Mile zeigen.