Rosenqvist schnappt sich die Pole in Portland, Malukas und Collet müssen von hinten losfahren

OnlyBulls Grand Prix of Portland - Saturday, August 8, 2026
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Bobby Travis · NASCAR/IndyCar-Korrespondent

Beim OnlyBulls Grand Prix of Portland setzte sich Felix Rosenqvist im Fast Six durch, während zwei Strafen die Startaufstellung noch einmal ordentlich durcheinanderwirbelten.

Portland International Raceway, Samstagnachmittag. Drei Runden im Knock-out-Format, am Ende ein Fast Six mit sechs Fahrern, die um Zehntelsekunden kämpften. Felix Rosenqvist setzte im Meyer Shank Racing die schnellste Zeit des Tages und holte sich seine zweite Pole der Saison 2026. Doch die eigentliche Geschichte dieses Qualifyings schreibt sich erst auf der Startaufstellung fertig, wenn zwei Namen um sechs Plätze zurückfallen.

Rosenqvist gewinnt das Duell im Fast Six

Die erste Runde lief in zwei Gruppen. In Gruppe eins setzte Will Power mit 58.3603 die Bestzeit vor Álex Palou und David Malukas, in Gruppe zwei war es Rosenqvist mit 58.4245, gefolgt von Scott Dixon und Kyle Kirkwood. Zwölf Fahrer aus beiden Gruppen schafften den Sprung in Runde zwei, der Rest musste sich mit den Positionen 13 bis 25 zufriedengeben.

In Runde zwei drehte sich das Feld noch einmal komplett. Rosenqvist blieb vorn, diesmal mit 58.6449, VeeKay und Kyffin Simpson schoben sich auf die Plätze zwei und drei, Ericsson und Palou folgten knapp dahinter. Power, der in Runde eins noch die Bestzeit gesetzt hatte, rutschte auf Platz sechs zurück, aber genau das reichte, um sich für den Fast Six zu qualifizieren.

Im finalen Run ging es dann um alles. Rosenqvist fuhr 58.4828 und liess damit Palou (58.5012) und Power (58.5130) knapp hinter sich. Marcus Ericsson wurde Vierter, Rinus VeeKay Fünfter, Kyffin Simpson rundete die Top sechs ab. Für Rosenqvist ist es die zweite Pole der Saison, ein starkes Signal, dass Meyer Shank auf dem Roadcourse in Portland mitspielen kann.

Sechs Plätze Strafe für Malukas und Collet

Auf der Strecke sah das Qualifying für David Malukas gar nicht schlecht aus. Neunter in der kombinierten Zeitenliste mit 58.8690, eine solide Ausgangsposition für Team Penske. Doch die Startaufstellung für den Sonntag sieht anders aus. Malukas wird wegen eines nicht genehmigten Motorenwechsels nach seinem schweren Unfall in Nashville um sechs Positionen zurückversetzt.

Ähnlich ergeht es Caio Collet. Der A.J. Foyt-Pilot fuhr im Qualifying auf Platz 18, muss aber wegen Überschreitung seines Motorenkontingents ebenfalls sechs Ränge abgeben. Beide Strafen sind vor dem Rennen bekannt und verschieben das gesamte Mittelfeld nach vorn, ein Detail, das am Sonntag über die ersten Restarts und die frühe Positionierung im Feld mitentscheiden dürfte.

Dazu kommt eine weitere Randnotiz aus der Session: Josef Newgarden musste eine Durchfahrtsstrafe wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Pit-Lane während des Qualifyings hinnehmen. Für Team Penske ein durchwachsener Samstag, trotz Powers starkem dritten Platz im Fast Six.

Was das für Palou im Meisterschaftskampf bedeutet

Álex Palou geht mit einem Vorsprung von 83 Punkten auf Verfolger David Malukas in dieses Wochenende. Dass Palou selbst im Qualifying mit Platz zwei stark unterwegs war und Malukas durch die Strafe zusätzlich zurückfällt, ist für den Spitzenreiter reines Gold. Malukas startet nun nicht von Neun, sondern faktisch aus dem Mittelfeld, während Palou von der zweiten Reihe aus einen sauberen Start anpeilen kann.

Portland ist ein Roadcourse mit zwölf Kurven auf gut drei Kilometern, kein Ort für Pack-Racing wie auf den Ovalen, sondern für konstante Rundenzeiten und cleveres Überholen an den richtigen Stellen. Rosenqvist hat sich die beste Ausgangsposition gesichert, aber mit Palou, Power und Ericsson unmittelbar dahinter bleibt am Sonntag über 110 Runden alles offen. Wer die Restarts nach den frühen Cautions am besten trifft und wie schnell sich Malukas durch das Feld nach vorne arbeitet, das wird die eigentliche Geschichte dieses Grand Prix von Portland.