Pole für Blaney: Team Penske dominiert Qualifying in Phoenix, Larson fällt auf Platz 22 zurück

AVONDALE, ARIZONA - OCTOBER 17: Ryan Blaney, driver of the #12 Menards/RichmondWaterHeater Ford, poses for photos after winning the pole award during qualifying for the NASCAR Cup Series Freeway Insurance 500 at Phoenix Raceway on October 17, 2026 in Avondale, Arizona. (Photo by Meg Oliphant/Getty Images)
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Bobby Travis · NASCAR/IndyCar-Korrespondent

Ryan Blaney sicherte sich auf dem Phoenix Raceway die Pole Position für das Freeway Insurance 500, während Chase-Spitzenreiter Kyle Larson mit einem lockeren Auto kämpfte und nur Startplatz 22 erreichte.

Ryan Blaney hat sich am Samstag auf dem Phoenix Raceway die Pole Position für das Freeway Insurance 500 gesichert. Der Team-Penske-Pilot fuhr in 26,250 Sekunden die schnellste Runde des Qualifyings und verwies seinen Teamkollegen Joey Logano nur um 0,032 Sekunden auf Platz zwei. Das Rennen ist das siebte von zehn Rennen des Chase der NASCAR Cup Series 2026 und findet am Sonntag auf dem Meilen-Oval in Avondale, Arizona, statt, einem Schauplatz, der in dieser Phase des Chase für mehrere Titelkandidaten zum echten Gradmesser wird.

Reine Penske-Frontreihe

Blaney bestätigte mit der Pole seine starke Form vom selben Tag. Schon im freien Training, das am Samstag ab 13:30 Uhr Ortszeit unmittelbar vor dem Qualifying stattfand, war der Fahrer der Nummer 12 mit 26,969 Sekunden die schnellste Zeit gefahren, im Qualifying um 14:35 Uhr Ortszeit legte er dann nochmal deutlich zu und drückte die Bestzeit auf 26,250 Sekunden. Logano blieb mit 26,282 Sekunden zwar nah dran, musste sich aber geschlagen geben und komplettierte die reine Penske-Frontreihe für den Sonntag. Für Blaney ist Phoenix ohnehin ein gutes Pflaster: Er hat die letzten beiden Cup-Rennen auf der Strecke gewonnen, im November 2025 und im März 2026, und kann am Sonntag den dritten Sieg in Folge holen.

Crew Chief Jonathan Hassler sprach vor dem Wochenende von einem Pflichtsieg, Blaney stimmte dem zumindest teilweise zu: Als Fünfter der Chase-Wertung liegt er 85 Punkte hinter dem Gesamtführenden Kyle Larson. Die Pole gibt Blaney dafür die bestmögliche Ausgangslage: Auf dem engen Meilen-Oval von Phoenix zählt die Position an der Spitze doppelt, weil sauberer Verkehr in den ersten Runden über den gesamten Rennverlauf hinweg wertvoll bleibt.

Joe Gibbs Racing dicht gestaffelt dahinter

Hinter der Penske-Reihe zeigte Joe Gibbs Racing geschlossene Stärke. Chase Briscoe sicherte sich mit 26,311 Sekunden Startplatz drei, nur 0,003 Sekunden vor Teamkollege Denny Hamlin auf Platz vier. Christopher Bell komplettierte als Dritter im Bunde das geschlossene JGR-Trio auf den Plätzen drei bis fünf, mit 0,037 Sekunden Rückstand auf Hamlin.

Tyler Reddick und Ty Gibbs sorgten mit den Plätzen sechs und sieben für weitere Toyota-Präsenz in den vorderen Reihen, ehe Michael McDowell auf Platz acht und Josh Berry auf Platz neun folgten. William Byron rundete als bester Hendrick-Pilot die Top Ten ab, mit 0,233 Sekunden Rückstand auf Blaneys Bestzeit. Für den Sonntag bedeutet die enge Staffelung in Reihe zwei und drei, dass die ersten Restarts nach frühen Cautions über die Reihenfolge im ersten Renndrittel entscheiden dürften.

Rückschlag für Larson

Für Kyle Larson, den Gesamtführenden der Chase-Wertung, verlief das Qualifying dagegen alles andere als nach Plan. Der Hendrick-Pilot hatte auf seiner schnellen Runde in den Kurven eins und zwei beim Einlenken mit einem übersteuernden Auto zu kämpfen, das keinen Grip fand, und verlor dabei wertvolle Zehntel. Mit 26,769 Sekunden reichte es am Ende nur für Startplatz 22. Laut NASCAR.com war das sein schwächstes Qualifying-Ergebnis im bisherigen Chase und das schwächste seit Richmond im August.

Der Einbruch fällt umso mehr auf, weil Larson im Training noch auf Platz 13 gelegen hatte und damit deutlich näher an der Spitzengruppe war als im Qualifying selbst. Auf einem Kurz-Oval wie Phoenix bedeutet Startplatz 22 vor allem eines: viele Runden im Verkehr, ohne das Draft-Polster der Superspeedways, auf das sich Fahrer dort verlassen können. Ob Larson sich am Sonntag durch das enge Mittelfeld nach vorne kämpft oder ob Blaney von der Pole aus seinen Rückstand auf Larson in der Meisterschaft verkürzt, wird die erste grosse Geschichte des Rennens sein.