Die Motorsportgeschichte von Mercedes-Benz reicht bis 1894 zurück, doch berühmt wurde die Marke in den 1930er-Jahren als eine der “Silberpfeile” mit Fahrern wie Rudolf Caracciola. Als 1954 die neu gegründete Fahrer-Weltmeisterschaft ausgetragen wurde, stieg Mercedes offiziell als Werksteam ein: Mit dem legendären W196 gewann Juan Manuel Fangio auf Anhieb den Titel und wiederholte den Erfolg 1955.
Diese frühe Ära endete abrupt: Beim tragischen Unfall bei den 24 Stunden von Le Mans 1955 starben Fahrer Pierre Levegh und mehr als 80 Zuschauer, als Teile seines Mercedes in die Zuschauertribüne flogen. Das Unternehmen zog sich daraufhin für Jahrzehnte komplett aus dem Motorsport zurück und trat bis in die 1990er-Jahre nur noch als Motorenlieferant in Erscheinung, unter anderem für Sauber, McLaren, Force India und Brawn GP.
Ende 2009 übernahm Mercedes das Weltmeister-Team Brawn GP und kehrte 2010 als eigenes Werksteam zurück, zunächst mit Michael Schumacher am Steuer. Die ersten drei Jahre verliefen durchwachsen, erst mit der Verpflichtung von Lewis Hamilton 2013 nahm die Erfolgsgeschichte richtig Fahrt auf.
Ab 2014 dominierte Mercedes die neue Hybrid-Ära der Formel 1 wie kein Team zuvor: acht Konstrukteurstitel in Folge zwischen 2014 und 2021 sind bis heute Rekord. Lewis Hamilton holte in dieser Zeit sechs seiner sieben Fahrertitel, 2016 gewann sein Teamkollege Nico Rosberg den einzigen Titel, der in dieser Ära nicht an Hamilton ging.
Seit dem Ende der Dominanz 2022 durchläuft das Team einen strukturellen Umbruch. Die Eigentümerschaft liegt seit 2021 je zu einem Drittel bei Mercedes-Benz, Ineos und einer Gesellschaft von Teamchef Toto Wolff, seit November 2025 hält zudem George Kurtz einen Anteil an Wolffs Gesellschaft. Mit George Russell und Nachwuchstalent Kimi Antonelli setzt das Team ab der Saison 2026 auf eine neue Fahrergeneration im Kampf um die Rückkehr an die Spitze.
Titel-Historie
Konstrukteurstitel (8)
- 2014
- 2015
- 2016
- 2017
- 2018
- 2019
- 2020
- 2021
Fahrertitel (9)
- Juan Manuel Fangio: 1954, 1955
- Lewis Hamilton: 2014, 2015, 2017, 2018, 2019, 2020
- Nico Rosberg: 2016
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