McLaren wurde 1963 vom neuseeländischen Rennfahrer Bruce McLaren gegründet, der zunächst eigene Sportwagen baute, bevor das Team 1966 in die Formel 1 einstieg. Nach anfänglich mageren Jahren fuhr das Team ab Ende der 1960er erste Erfolge ein, bevor Bruce McLaren 1970 bei Testfahrten mit einem CanAm-Wagen im englischen Goodwood tödlich verunglückte. Teddy Mayer übernahm die Führung und führte das Team wenige Jahre später zu seinen ersten Weltmeisterschaften.
Ihren bis heute markanten Namen MP4 verdanken die Rennwagen der Fusion mit Ron Dennis’ Formel-2-Team Project Four Racing im Winter 1980/81; MP4 stand ursprünglich für “Marlboro Project 4”, benannt nach dem langjährigen Titelsponsor. Die papayafarbene Lackierung, heute das Markenzeichen des Teams, geht auf die frühen Jahre unter Bruce McLaren zurück und wurde nach Jahrzehnten in Rot, Silber und Chrom seit 2017 wieder zum prägenden Erkennungsmerkmal.
Die erfolgreichste Phase erlebte McLaren zwischen 1984 und 1991, als das Team unter Ron Dennis mit Niki Lauda, Alain Prost und Ayrton Senna sieben Fahrertitel in acht Jahren gewann. Höhepunkt war die Saison 1988, in der Senna und Prost mit dem MP4/4 15 von 16 Rennen gewannen, einer der dominantesten Auftritte der Formel-1-Geschichte. Mit Mika Häkkinen folgten 1998 und 1999 zwei weitere Fahrertitel sowie der achte Konstrukteurstitel.
Nach 2008, als Lewis Hamilton den letzten Fahrertitel vor der jüngsten Ära holte, folgte eine 26 Jahre andauernde Durststrecke ohne Konstrukteurstitel, verstärkt durch die erfolglose Motorenpartnerschaft mit Honda ab 2015. Erst der Umstieg auf Mercedes-Antriebe 2021 und der schrittweise technische Wiederaufbau unter Teamchef Andrea Stella leiteten die Wende ein.
2024 krönte sich McLaren erstmals seit 1998 wieder zum Konstrukteursweltmeister und verteidigte den Titel 2025 mit Lando Norris und Oscar Piastri bereits vorzeitig in Singapur, der insgesamt zehnte Titel der Teamgeschichte. Mit einem der stärksten Fahrerduos im Feld geht das Team aus Woking auch in die Saison 2026 als einer der Top-Favoriten ins Rennen.
Titel-Historie
Konstrukteurstitel (10)
- 1974
- 1984
- 1985
- 1988
- 1989
- 1990
- 1991
- 1998
- 2024
- 2025
Fahrertitel (13)
- Emerson Fittipaldi: 1974
- James Hunt: 1976
- Niki Lauda: 1984
- Alain Prost: 1985, 1986, 1989
- Ayrton Senna: 1988, 1990, 1991
- Mika Häkkinen: 1998, 1999
- Lewis Hamilton: 2008
- Lando Norris: 2025
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