Team

Hyak Motorsports

HM
443Punkte
13Platzierung
2026Saison

Aus ST Racing und JTG Daugherty Racing entstand mit Hyak Motorsports ein Team, das seine über 25-jährige NASCAR-Geschichte mit einer massgeblich maritim inspirierten Namensgebung fortschreibt.

Die Geschichte des heutigen Hyak Motorsports beginnt weit entfernt von der aktuellen Identität: 1995 gründeten Werbefachmann Tad Geschickter und Crew Chief Steve Plattenberger das Team als ST Racing und traten zunächst in der Busch Grand National Series an. Erst 2006 wagte man unter dem Namen JTG Racing den Schritt in die Cup Series, anfangs als Ko-Einsatz mit Wood Brothers Racing. Mit dem Einstieg von NBA-Legende Brad Daugherty ins Besitzerteam entstand 2008 JTG Daugherty Racing, das ab 2009 eigenständig fuhr.

Eine besonders eigenständige Facette der Teamgeschichte ist die jüngste Namensfindung. Als Unternehmer Gordon Smith vor der Saison 2025 die Mehrheit übernahm, tauften die neuen Eigner das Team in Hyak Motorsports um. Der Name stammt aus dem Chinook Jargon, einer historischen Handelssprache des pazifischen Nordwestens, und bedeutet schlicht ‘schnell’. Zugleich ist er eine Reverenz an Smiths eigenes Unternehmen Hyak Maritime, ein maritimes Transportunternehmen, wodurch die Teambezeichnung eine ungewöhnliche Brücke zwischen Motorsport und Schifffahrt schlägt.

Die erfolgreichste Phase der Organisation liegt klar in der JTG-Daugherty-Ära. Den ersten Cup-Series-Sieg feierte A. J. Allmendinger 2014, ein Meilenstein, der dem Team den ersten Playoff-Einzug bescherte. Fahrer wie Marcos Ambrose, Bobby Labonte und Chris Buescher prägten in den folgenden Jahren das Fahrerlager, ehe Ricky Stenhouse Jr. 2023 mit dem Sieg beim Daytona 500 den bis heute prestigeträchtigsten Erfolg der Teamgeschichte einfuhr, ein Triumph, der die Marke JTG Daugherty landesweit bekannt machte.

Mit dem Rückzug von Tad und Jodi Geschickter vor der Saison 2024, die fortan bei Joe Gibbs Racing tätig sind, begann die Ära von Gordon Smith als Hauptgesellschafter. Gemeinsam mit Brad Daugherty, Mark Hughes und Ernie Cope bildet er heute die Eigentümerstruktur von Hyak Motorsports. Das Team setzt den No. 47 Chevrolet Camaro ZL1 für Ricky Stenhouse Jr. ein und pflegt eine technische Allianz mit Hendrick Motorsports, was der Mannschaft Zugang zu erstklassigem Material sichert.

Für die Saison 2026 bleibt Stenhouse Jr. der zentrale Fahrer des Rennstalls und trägt die Erwartungen einer Organisation, die trotz Namenswechsel auf über zwei Jahrzehnte Erfahrung im NASCAR-Cup zurückblickt. Nach dem Daytona-500-Erfolg von 2023 und dem Neustart unter neuer Flagge steht Hyak Motorsports vor der Aufgabe, an vergangene Erfolge anzuknüpfen und sich in der Cup Series als eigenständige Marke zu etablieren.