Chip Ganassi Racing wurde 1990 vom früheren Rennfahrer und Geschäftsmann Chip Ganassi gegründet, aufbauend auf den Strukturen von Patrick Racing, um in der CART IndyCar World Series anzutreten. Was mit einem einzelnen, von Target gesponserten Indy-Car-Team begann, das zur Gründungszeit noch als relativ unbekannte Grösse galt, entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einer der prägendsten Adressen im amerikanischen Formelsport.
Ein eigenständiges Kapitel der Teamgeschichte liegt jenseits der Rennstrecke: Chip Ganassi selbst wird im kommenden Monat mit einer eigenen Ausstellung im Petersen Automotive Museum in Los Angeles gewürdigt, die seine Karriere als Fahrer und Teambesitzer nachzeichnet. Dass ausgerechnet eine der grossen Automobil-Institutionen der USA dem Gründer eine Plattform widmet, unterstreicht, wie sehr Ganassis Name über die reinen Renn-Resultate hinaus zum Synonym für professionellen Teamaufbau im amerikanischen Motorsport geworden ist.
Die grösste Erfolgsphase des Teams begann früh: Zwischen 1996 und 1999 gewann Chip Ganassi Racing vier CART-Meisterschaften in Serie, mit Fahrern wie Jimmy Vasser, Alex Zanardi und Juan Pablo Montoya. Im Jahr 2000 kehrte das Team als erste CART-Organisation nach dem Split zwischen CART und der Indy Racing League zum Indianapolis 500 zurück, prompt mit einem dominanten Sieg durch Montoya, der den dauerhaften Wechsel in die heutige IndyCar Series einläutete. Dort setzte sich die Erfolgsserie fort, unter anderem mit Scott Dixon, Dario Franchitti und Álex Palou, darunter erneut vier aufeinanderfolgende Titel zwischen 2008 und 2011. Insgesamt stehen für das Team 17 Open-Wheel-Titel und sechs Siege beim Indianapolis 500 zu Buche, dazu über 200 Erfolge über alle Kategorien hinweg.
In der aktuellen Ära tritt Chip Ganassi Racing 2026 mit einer Fahrerpaarung an, die Kontinuität und Erfahrung verbindet: Álex Palou und Scott Dixon bilden gemeinsam mit Kyffin Simpson das Fahreraufgebot auf den Startnummern 8, 9 und 10 mit Dallara-Honda-Chassis. Mit Dixon als mehrfachem Champion und Palou als einem der prägendsten Fahrer der jüngeren IndyCar-Geschichte verfügt das Team über eine Mischung aus Routine und Aufstrebendem, ergänzt durch den jungen Simpson.
Für die Saison 2026, die 115. Meisterschaft des amerikanischen Formelsports und die 31. unter IndyCar-Sanktionierung, richten sich die Erwartungen an Chip Ganassi Racing entsprechend hoch. Mit einem Fahrerlineup, das sowohl auf bewährte Stärke als auch auf frisches Potenzial setzt, bleibt das aus Indianapolis operierende Team einer der Hauptanwärter auf weitere Titel und Siege bei den grossen Klassikern der Serie.
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