Fahrer

Kyffin Simpson

Kyffin Simpson wurde am 9. Oktober 2004 in Bridgetown, Barbados, geboren, als Sohn des kaimanischen Geschäftsmanns David Simpson. Obwohl er in Barbados zur Welt kam, tritt er als Fahrer der Kaimaninseln an: Er fühle sich mit den Menschen dort sehr verbunden, sagte er einmal, und es sei etwas Besonderes, die Flagge an der Seite seines Autos zu zeigen. Seine motorsportliche Reise begann im Kart, wo er im Alter von neun Jahren seinen ersten Meistertitel bei der Barbados Karting Association gewann und diesen im Folgejahr verteidigte. 2019 sammelte er in Florida bei der Sunshine State Karting Challenge gleich zwei weitere Titel, in den Klassen X30 Junior und KA100 Junior.

Nach neun Jahren im Kartsport wagte Simpson 2020 den Sprung in den Formelsport und debütierte für Velocity Racing Development in der Formula 4 United States Championship. Parallel dazu ging er in der Formula Regional Americas Championship an den Start, die er 2021 für TJ Speed Motorsports mit sieben Siegen, zwei Pole-Positions und 13 Podestplätzen dominierte. Über den Road-to-Indy-Ladder ging es weiter: mit Juncos Racing in der Indy Pro 2000 Championship, ehe er 2022 als Entwicklungsfahrer bei Chip Ganassi Racing unterschrieb und zugleich in die Indy Lights wechselte, zunächst bei TJ Speed Motorsports, später bei HMD Motorsports. 2023 fuhr er für HMD Motorsports in der neu benannten Indy-NXT-Serie und beendete die Saison mit zwei Podien auf Platz zehn der Gesamtwertung.

Parallel zu seiner Formel-Karriere baute sich Simpson im Sportwagensport ein beachtliches Palmarès auf. 2022 gab er bei den 24 Stunden von Daytona sein Debüt in der IMSA SportsCar Championship für Gradient Racing im Acura NSX GT3 Evo II und gewann im selben Jahr gemeinsam mit Mario Farnbacher und Till Bechtolsheimer die GTD-Klasse beim Petit Le Mans. 2023 wechselte er für ein Teilzeitprogramm in der IMSA-Serie zu Tower Motorsports und siegte an der Seite von Scott McLaughlin und John Farano in der LMP2-Klasse bei den 12 Stunden von Sebring. Den bislang grössten Erfolg seiner Karriere feierte er 2023 mit Algarve Pro Racing: Zusammen mit Alex Lynn und James Allen sicherte er sich den Gesamttitel der European Le Mans Series in der LMP2-Kategorie, untermauert durch Siege wie die 4 Stunden von Le Castellet und die 4 Stunden von Spa-Francorchamps sowie einen Klassensieg bei den 4 Stunden von Dubai in der Asian Le Mans Series.

In der IndyCar Series geht Simpson auch 2026 für Chip Ganassi Racing an den Start, jenes Team, dem er seit seiner Zeit als Nachwuchsfahrer eng verbunden ist. Als Stammfahrer des Traditionsteams will er die Erfahrung aus seinen Titeln in der Formula Regional Americas Championship und der European Le Mans Series nun endgültig in dauerhafte Erfolge im nordamerikanischen Top-Championat ummünzen. Nach Jahren des Aufstiegs über Indy Pro 2000, Indy Lights und Indy NXT sowie parallelen Erfolgen im Sportwagensport steht für den jungen Kaimaner die Konsolidierung seines Platzes im Cockpit von Ganassi im Mittelpunkt der neuen Saison.

Titel-Historie

European Le Mans Series LMP2 Titel (1)

  • 2023

Formula Regional Americas Championship Titel (1)

  • 2021