Reddick schnappt sich die Pole in Loudon, Logano rutscht ab ins Mittelfeld

KANSAS CITY, KANSAS - APRIL 18: Tyler Reddick, driver of the #45 Supply House Toyota, drives during practice for the NASCAR Cup Series AdventHealth 400 at Kansas Speedway on April 18, 2026 in Kansas City, Kansas. (Photo by David Jensen/Getty Images)
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Bobby Travis · NASCAR/IndyCar-Korrespondent

Tyler Reddick fährt beim Qualifying zum Dollar Tree 301 die schnellste Runde der Session und verschafft 23XI Racing die beste Ausgangsposition auf der Magic Mile.

Tyler Reddick hat sich am Samstag im Qualifying zum Dollar Tree 301 die Pole Position gesichert. Auf dem 1,058-Meilen-Oval des New Hampshire Motor Speedway drehte der Fahrer des Nummer-45-Toyota von 23XI Racing die schnellste Runde der Session in 29,054 Sekunden und verwies Josh Berry sowie William Byron auf die Plätze zwei und drei. Das Ergebnis bestimmt die Startaufstellung für das 301-Runden-Rennen am Sonntag, das wegen angekündigten Regens bereits um 14 Uhr Ortszeit statt wie ursprünglich geplant eine Stunde später beginnt.

Reddick vor Berry und Byron: enges Feld an der Spitze

Die Top zehn beim Qualifying lagen so eng beieinander, wie man es auf der Magic Mile erwartet. Reddicks Bestzeit von 29,054 Sekunden reichte gerade einmal 15 Tausendstel vor Josh Berry im Wood-Brothers-Ford, der mit 29,069 Sekunden die zweitschnellste Runde drehte. William Byron startet für Hendrick Motorsports der zweiten Startreihe mit 29,079 Sekunden, nur zwei Tausendstel vor Denny Hamlin auf Platz vier.

Dahinter reihten sich Shane van Gisbergen (29,106), Christopher Bell (29,174), Ty Gibbs (29,187), Ryan Blaney (29,198), Kyle Larson (29,199) und Alex Bowman (29,204) ein, um die Top zehn zu vervollständigen. Van Gisbergens fünfter Platz sticht dabei heraus: Der Trackhouse-Fahrer, ursprünglich aus dem Roadcourse-Racing bekannt, zeigt damit laut Recherche einmal mehr, wie schnell er sich auch auf Ovalen wie diesem an der Spitze festsetzt. Ryan Blaney, der laut Vorschauberichten im Vorjahr in Loudon gewann, sicherte sich mit Platz acht eine solide Ausgangsposition, ohne an die Pace der Front heranzukommen.

Erik Jones fällt von der Trainingsspitze ins Mittelfeld der Startaufstellung

SONOMA, CALIFORNIA - JUNE 27: Bubba Wallace, driver of the #23 Robinhood Toyota, looks on during practice for the NASCAR Cup Series Toyota/Save Mart 350 at Sonoma Raceway on June 27, 2026 in Sonoma, California. (Photo by James Gilbert/Getty Images)
SONOMA, CALIFORNIA – JUNE 27: Bubba Wallace, driver of the #23 Robinhood Toyota, looks on during practice for the NASCAR Cup Series Toyota/Save Mart 350 at Sonoma Raceway on June 27, 2026 in Sonoma, California. (Photo by James Gilbert/Getty Images)

Im freien Training am Vortag hatte noch Erik Jones im Legacy-Motor-Club-Toyota die Bestzeit gesetzt, 29,242 Sekunden, gefolgt von Ty Gibbs und Bubba Wallace. Im Qualifying drehte sich das Bild deutlich. Jones verbesserte seine eigene Zeit zwar auf 29,219 Sekunden, reichte damit aber nur noch zu Startplatz elf, weil sich das gesamte Feld spürbar steigerte. Ty Gibbs rutschte von Rang zwei im Training auf Startplatz sieben zurück, blieb damit aber immerhin in den Top zehn.

Deutlich schmerzhafter traf es Bubba Wallace. Der 23XI-Pilot war im Training noch Dritter, im Qualifying reichte es nur zu Startplatz 23. Für einen Fahrer, der sich mitten im Kampf um die Playoff-Plätze befindet, dürfte ein solcher Rückschlag am Vortag des vorletzten Rennens der regulären Saison keine gute Nachricht sein, auch wenn die Startposition allein noch nichts über den Rennverlauf am Sonntag aussagt.

Penske uneinheitlich, Playoff-Bubble unter Druck

LEBANON, TENNESSEE - MAY 31: Joey Logano, driver of the #22 Shell Pennzoil Ford, Ricky Stenhouse Jr., driver of the #47 NOS Energy Chevrolet, and Cole Custer, driver of the #41 HaasTooling.com Chevrolet, race during the NASCAR Cup Series Cracker Barrel 400 at Nashville Superspeedway on May 31, 2026 in Lebanon, Tennessee. (Photo by Jonathan Bachman/Getty Images)
LEBANON, TENNESSEE – MAY 31: Joey Logano, driver of the #22 Shell Pennzoil Ford, Ricky Stenhouse Jr., driver of the #47 NOS Energy Chevrolet, and Cole Custer, driver of the #41 HaasTooling.com Chevrolet, race during the NASCAR Cup Series Cracker Barrel 400 at Nashville Superspeedway on May 31, 2026 in Lebanon, Tennessee. (Photo by Jonathan Bachman/Getty Images)

Team Penske ging laut Vorberichten als Favorit ins Wochenende, gestützt auf die jüngste Stärke auf flachen Short Tracks. Das Bild nach dem Qualifying fällt gemischt aus. Ryan Blaney sicherte sich mit Platz acht eine brauchbare Ausgangslage, doch Joey Logano fiel von Startplatz vier im Training auf Rang 21 zurück, Austin Cindric reihte sich sogar erst auf Platz 26 ein. Reddicks Pole und die starken Zeiten von Byron, Hamlin und van Gisbergen deuten darauf hin, dass 23XI, Hendrick und Joe Gibbs Racing der Penske-Dominanz an diesem Wochenende durchaus etwas entgegenzusetzen haben.

Für die Fahrer auf der Playoff-Bubble, darunter Carson Hocevar (Startplatz 22), William Byron (Startplatz 3) und eben Wallace, ist laut Vorberichten jede Position auf der Startaufstellung vor dem vorletzten Rennen der regulären Saison relevant. Mit Blick auf den Wetterbericht hat NASCAR den Start bereits um eine Stunde vorgezogen und den Teams vorsorglich vier Sätze Goodyear-Regenreifen zugeteilt. Ob Reddick seine Pole am Sonntag über 301 Runden auf der Magic Mile in einen Sieg ummünzen kann oder ob sich Blaney und die Penske-Crew im Renngeschehen wieder nach vorne arbeiten, entscheidet sich erst im Rennen selbst, das für die Bubble-Fahrer über deutlich mehr als nur die reine Platzierung entscheiden dürfte.