Nach Operation und Reha: Alex Lynn kehrt in Barcelona und Monza ins Cadillac-Cockpit zurück

View of the No. 2 V-Series.R race team, (from left to right) Earl Bamber, Alex Lynn and Richard Westbrook, celebrating their podium at Le Mans. (Richard Prince/Cadillac Photo).
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Henri Dubois · Endurance-Korrespondent

Nach einer Nackenverletzung, die ihn die ersten sechs Saisonläufe kostete, steigt der Brite für die letzten beiden WEC-Läufe wieder in den Cadillac V-Series.R.

Alex Lynn wird für die letzten beiden Läufe der WEC-Saison 2026 in Barcelona und Monza wieder im Cadillac V-Series.R mit der Startnummer 12 sitzen, eingesetzt vom Hertz Team JOTA. Der Cadillac-Werksfahrer hatte die ersten sechs Saisonläufe wegen einer Nackenverletzung verpasst und durchlief, wie das Team mitteilte, nach einer Operation im Juni ein Reha-Programm, das ihn nun offenbar wieder an den Punkt gebracht hat, an dem ein Renneinsatz über die volle Distanz vertretbar erscheint.

Von der Verletzung zur Operation

Für einen Langstreckenfahrer ist eine Nackenverletzung kein triviales Problem. Über einen Stint von eineinhalb bis zwei Stunden wirken im Hypercar erhebliche Querkräfte auf die Halswirbelsäule, verstärkt durch Bremszonen mit hoher Verzögerung und lange Nachtphasen, in denen die Konzentration ohnehin schon strapaziert wird. Dass Lynn die Saison 2026 bis Fuji komplett aussetzen musste, deutet darauf hin, dass die Verletzung diese Belastung zunächst schlicht nicht zuliess.

Die im Juni durchgeführte Operation und das anschliessende Reha-Programm waren damit kein kurzer Zwischenschritt, sondern ein monatelanger Prozess, an dessen Ende erst die Freigabe für einen Renneinsatz über sechs oder mehr Stunden stehen konnte. Dass Hertz Team JOTA ihn nun für Barcelona und Monza bestätigt hat, dürfte entsprechend auch ein Signal sein, dass die medizinische Freigabe für die volle Belastung einer WEC-Distanz erteilt wurde.

Was die Rückkehr für Cadillac bedeutet

Für Cadillac zählt in der Herstellerwertung jedes Werksauto, deshalb ist es von Bedeutung, mit welcher Fahrerbesetzung die verbleibenden Läufe bestritten werden, unabhängig davon, welches der Werksautos am Ende die Punkte einfährt.

Lynns Rückkehr bringt dem Hertz Team JOTA, das den Wagen Nummer 12 für Cadillac einsetzt, wieder einen Werksfahrer zurück ins Trio, nachdem die Mannschaft die Saison bis Fuji ohne ihn bestreiten musste, zuletzt mit Ricky Taylor in Austin und nur zu zweit in Fuji. Wie belastbar Lynn über eine komplette Renndistanz tatsächlich ist, dürfte sich erst in Barcelona zeigen, wo ein Doppelstint unter realen Bedingungen eine andere Prüfung darstellt als ein Reha-Programm im Simulator oder auf kurzen Testläufen.