Bobby Travis · NASCAR/IndyCar-Korrespondent
Der Name Schumacher taucht 2027 im IndyCar-Feld auf, und zwar mit einem festen Sitz bei Meyer Shank Racing.
Mick Schumacher wechselt zur IndyCar-Saison 2027 zu Meyer Shank Racing (MSR) und übernimmt dort den Honda mit der Startnummer 66. Er tritt die Nachfolge von Felix Rosenqvist an und wird Teamkollege von Marcus Armstrong. Damit hat Schumacher, was ihm in Europa zuletzt fehlte: ein klar definiertes Cockpit für eine ganze Saison, diesmal auf der anderen Seite des Atlantiks.
Die Nummer 66 und ein neuer Teamkollege
Der Deal ist konkret: Schumacher übernimmt bei MSR den Honda mit der Startnummer 66, den zuletzt Felix Rosenqvist gefahren ist. Damit rückt ein Fahrer nach, der in Europa vor allem durch sein DTM- und Formel-1-Kapitel bekannt wurde, jetzt aber den kompletten Umbruch wagt: neues Land, neue Serie, neues Auto.
Sein Teamkollege wird Marcus Armstrong, der sich in den vergangenen IndyCar-Jahren als solider Punktesammler etabliert hat. Für Schumacher bedeutet das einen Referenzpunkt im eigenen Team, gerade in der ersten Saison zählt der direkte Vergleich mit dem Mann im Schwesterauto oft mehr als jede Presseerklärung.
Warum MSR und warum jetzt

Meyer Shank Racing ist längst kein Feld mehr auf dem Papier, sondern ein Team mit wachsendem Anspruch im Gesamtfeld. Ein Fahrer mit dem Namen Schumacher bringt Aufmerksamkeit, die über die reine Sportberichterstattung hinausgeht, das dürfte bei der Entscheidung von MSR eine Rolle gespielt haben, auch wenn die sportliche Eignung am Ende den Ausschlag gab.
Für Schumacher selbst ist der Wechsel eine klare Ansage: IndyCar verlangt Vielseitigkeit, wie sie in kaum einer anderen Serie gefragt ist. Ovale, Roadcourses und Street Circuits wechseln sich innerhalb weniger Wochen ab, und wer dort bestehen will, muss sich mit völlig unterschiedlichen Fahrstilen anfreunden. Das ist eine andere Herausforderung als das reine Rundenzeiten-Jagen auf europäischen Roadcourse-Layouts.
Was jetzt zu erwarten ist
Bis zum Saisonstart 2027 bleibt Zeit, doch die Vorbereitung dürfte früh beginnen. Testkilometer im Honda-Cockpit, das Einfinden ins MSR-Umfeld und der Aufbau der Arbeitsbeziehung zu Armstrong werden die Monate bis dahin prägen. Wie schnell sich Schumacher auf Ovalen zurechtfindet, dürfte dabei die grösste offene Frage sein, denn das ist in seiner bisherigen Laufbahn ein weitgehend unbeschriebenes Blatt.
Für die IndyCar-Szene bedeutet der Zugang jedenfalls zusätzliche Aufmerksamkeit aus Europa, für Schumacher selbst die Chance, sich in einer Serie neu zu beweisen, die keine Rücksicht auf einen berühmten Nachnamen nimmt. Ob aus dem Cockpit für 2027 eine langfristige IndyCar-Karriere wird, entscheidet sich erst auf der Strecke.





