Antonelli überrascht im zweiten Training, Verstappen fällt zurück

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Marco Rossi · F1-Korrespondent

Andrea Kimi Antonelli sorgte im zweiten freien Training für die Überraschung des Tages: Mit 1:45.944 war der Mercedes-Youngster mehr als eine Sekunde schneller als Verstappens Bestzeit vom Vormittag.

Zwischen den beiden Trainingseinheiten in Spa-Francorchamps lagen mehr als nur ein paar Stunden: Die Bestzeit fiel von 1:47.070 im ersten auf 1:45.944 im zweiten freien Training – über eine Sekunde schneller, wie es zu diesem Zeitpunkt eines Wochenendes mit sinkenden Spritmengen und mehr Gummi auf der Strecke üblich ist. Die Überraschung dabei: Nicht Verstappen oder Ferrari standen an der Spitze, sondern Andrea Kimi Antonelli im Mercedes.

Mercedes vorn, Verstappen mit spürbarem Rückstand

Antonellis 1:45.944 reichte für Platz eins vor Lando Norris, der im McLaren nur 0,190 Sekunden dahinter blieb. Max Verstappen, am Vormittag noch Schnellster, wurde in dieser Session Dritter – mit 0,472 Sekunden Rückstand ein deutlich größerer Abstand zur Spitze als im ersten Training. Dahinter folgten Lewis Hamilton (0,747 Sekunden) und Isack Hadjar (0,770 Sekunden), beide weiterhin nah beieinander, aber diesmal ohne Anschluss an die Führenden.

Leclerc rutscht ab, Alpine mischt vorne mit

Die auffälligste Bewegung im Feld betraf Charles Leclerc: Nach Platz drei am Vormittag kam der Ferrari-Pilot in dieser Session nicht über Rang elf hinaus, 1,524 Sekunden hinter Antonelli und damit deutlich hinter seinem Teamkollegen Hamilton. Auf der anderen Seite legte Franco Colapinto zu – der Alpine-Pilot fuhr mit 1,203 Sekunden Rückstand auf Platz sieben, nachdem er das erste Training noch auf Rang 15 beendet hatte. Auch beide Racing-Bulls-Piloten, Arvid Lindblad und Liam Lawson, hielten sich mit den Plätzen neun und zehn erneut in den Top Ten.

Alonso zurück im Cockpit, Blick auf Samstag

Am Ende des Feldes saß bei Aston Martin wieder Fernando Alonso statt des Nachwuchsfahrers vom Vormittag – er wurde 22. mit 5,474 Sekunden Rückstand, sein Teamkollege Lance Stroll direkt davor mit 5,187 Sekunden. Für das dritte Training am Samstagmorgen bleibt damit vor allem eine Frage offen: ob Mercedes seine überraschende Pace bestätigen kann, oder ob Red Bull und Ferrari mit weniger Sprit im Tank wieder näher heranrücken, bevor am Nachmittag das Qualifying über die Startaufstellung entscheidet.

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