Der Circuit of the Americas, kurz COTA, verdankt seine Entstehung einer Initiative, die Mitte 2010 vom Promoter Tavo Hellmund angestoßen wurde. Ziel war ein Formel-1-Kurs, der eigens für den Grand-Prix-Sport konzipiert werden sollte, denn bis dahin verfügte die USA über keine speziell für die Formel 1 gebaute Rennstrecke. Damit schrieb Austin von Beginn an ein Stück Motorsportgeschichte, da COTA als erste rein für die Formel 1 errichtete Anlage des Landes gilt.
Am 21. Oktober 2012 wurde der Circuit of the Americas offiziell der Öffentlichkeit übergeben. Die symbolische Eröffnungsrunde übernahm damals kein Geringerer als Mario Andretti, Weltmeister des Jahres 1978 und eine der prägendsten Figuren des amerikanischen Rennsports. Nur wenige Wochen später, im November 2012, fand auf dem neuen Kurs erstmals ein Formel-1-Rennen statt, es war zugleich der erste US-Grand-Prix seit dem Rennen in Indianapolis 2007. Der Auftakt geriet direkt zu einem denkwürdigen Ereignis, denn Lewis Hamilton sicherte sich im McLaren den Sieg bei dieser Premiere.
Seither hat sich COTA als fester Bestandteil des Formel-1-Kalenders etabliert, unterstrichen durch langfristige Verträge, die die Strecke für rund zehn Jahre fest im Rennkalender verankerten. Auf gut 1.500 Acres Fläche in den sanften Hügeln unweit der texanischen Hauptstadt Austin ist seit 2012 nicht nur die Formel 1 zu Gast, auch andere große Namen aus Motorsport, Actionsport und Musik nutzen das Gelände regelmäßig.
Landschaftsarchitektur-Studenten waren an der Gestaltung des ambitionierten Streckendesigns beteiligt, das mit seinen zahlreichen Kurvenkombinationen und markanten Höhenunterschieden bewusst Elemente bekannter Formel-1-Klassiker aufgreift und dennoch einen eigenständigen Charakter entwickelt. Die Streckenführung fordert Fahrer und Teams gleichermaßen und hat im Laufe der Jahre für spannende Positionskämpfe gesorgt.
Auch aktuell bleibt Austin ein Schauplatz packender Storylines: Zuletzt sicherte sich Weltmeister Max Verstappen die Pole Position für den Sprint beim Großen Preis der USA, während McLaren dem Formel-2-Champion Leonardo Fornaroli auf dem Circuit of the Americas einen weiteren Formel-1-Test im MCL60 ermöglichte, ein Zeichen dafür, wie eng Nachwuchsförderung und Topsport auf dieser Strecke miteinander verwoben sind.
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