Marcus Thorbjörn Ericsson wurde am 2. September 1990 im schwedischen Kumla, in der Provinz Örebro County, geboren. Mit neun Jahren sass er zum ersten Mal in einem Kart, entdeckt von Fredrik Ekblom, der Ericssons Vater Tomas schliesslich davon überzeugte, seinem Sohn ein eigenes Kart zu kaufen. In den folgenden Jahren sammelte Ericsson zahlreiche nationale Titel im Kartsport, ehe ihn 2006 der frühere Champ-Car-Pilot und Indy-500-Sieger von 1999, Kenny Bräck, bei einem Rennen in Göteborg entdeckte und förderte.
Über Bräcks Vermittlung erhielt Ericsson 2007 sein Debüt im Formelsport bei Fortec Motorsport und gewann auf Anhieb den Titel in der britischen Formula BMW UK. Es folgte der Wechsel in die British Formula Three Championship, wo er 2008 als einer der besten Rookies Fünfter der Gesamtwertung wurde. 2009 zog es ihn nach Japan, wo er für Petronas Team TOM’S in der All-Japan Formula 3 Championship antrat und gleich in seinem Debütjahr mit fünf Siegen die Meisterschaft für sich entschied. Von 2010 bis 2013 fuhr Ericsson in der GP2-Serie für Super Nova Racing, iSport und DAMS, feierte drei Laufsiege und beendete seine letzte Saison 2013 als Gesamtsechster, bevor 2014 der Sprung in die Formel 1 bei Caterham F1 gelang.
Zwischen 2014 und 2018 bestritt Ericsson 97 Grand Prix in der Formel 1, zunächst für Caterham, danach für Sauber beziehungsweise Alfa Romeo Sauber, wo er 2018 an der Seite des Rookies Charles Leclerc mit Platz 17 in der WM-Wertung sein bestes Formel-1-Jahr erzielte. 2019 wechselte er zu Arrow Schmidt Peterson Motorsports in die IndyCar Series und feierte in Detroit sein erstes Podium. Ab 2020 fuhr er für Chip Ganassi Racing und wurde 2021 mit zwei Laufsiegen in Detroit und Nashville sowie Rang sechs in der Meisterschaft zum festen Bestandteil der Spitze. Den grössten Erfolg seiner Karriere feierte Ericsson 2022 mit dem Sieg beim 106. Indianapolis 500, als erst zweiter Schwede nach Kenny Bräck. 2023 legte er mit dem Sieg beim Saisonauftakt in St. Petersburg und Platz zwei beim Indy 500 nach.
Zur Saison 2026 tritt Marcus Ericsson für Andretti Global an, wo er als Stammfahrer im Cockpit sitzt und seine in den vergangenen Jahren bewiesene Konstanz und Renngeschwindigkeit einbringen soll. Nach dem Wechsel von Chip Ganassi Racing zum Andretti-Lager sucht der Schwede weiterhin nach dem Weg zurück an die Siegerstrasse und zu vorderen Meisterschaftsplätzen, wie er sie bereits mehrfach mit Ganassi erreicht hatte. Mit seiner Erfahrung aus Formel 1 und IndyCar sowie dem Status als Indy-500-Sieger von 2022 gilt Ericsson auch in dieser Saison als einer der Fahrer, die im Kampf um Podestplätze und Laufsiege ein Wort mitzureden haben.
Titel-Historie
All-Japan Formula 3 Championship (1)
- 2009
Marcus Ericsson in den News
-

Ericsson jagt Grosjean nieder: Chaostage von Markham enden mit Honda-Festival
Nach einem abgesagten Trainingstag und einer historischen Pole für Louis Foster verwandelte sich das Strassenrennen in Markham in…
-

Ericsson beendet Durststrecke mit später Reifenwette in Markham
Nach 63 Rennen ohne Sieg holt sich Marcus Ericsson beim IndyCar-Debüt auf den Strassen von Markham die Trophäe…
-

Foster an der Spitze, Power crasht: FT2 in Markham bringt die Karten neu ins Spiel
Auf dem frisch asphaltierten Strassenkurs von Markham drehte sich das Klassement im zweiten freien Training komplett, während Will…
