George Russell, geboren am 15. Februar 1998 im englischen King’s Lynn, begann seine Motorsport-Karriere im Kart-Sport und gewann dort zweimal in Folge die europäische Kart-Meisterschaft. Über die Formel 4 und die europäische Formel 3 (dort holte er in zwei Saisons drei Siege und wurde als Rookie hinter Charles Leclerc Vizemeister) kam er 2017 zu GP3: Dort gewann er mit dem ART-Team unter anderem auf seiner Heimstrecke Silverstone und sicherte sich den Titel vorzeitig. 2018 setzte er mit dem Gewinn der Formel 2 im ersten Anlauf noch eins drauf: eine seltene Doppelleistung.
2019 debütierte Russell für Williams und fiel trotz eines chancenlosen Autos durch seine Qualifying-Leistungen auf, was ihm den Spitznamen “Mr. Saturday” einbrachte. Für Aufsehen sorgte sein Einsatz beim Sakhir-GP 2020, als er kurzfristig für den positiv auf Covid-19 getesteten Lewis Hamilton bei Mercedes einsprang: Russell führte grosse Teile des Rennens, verlor die mögliche Sensation aber durch einen Boxenstopp-Fehler des Teams und einen Reifenschaden.
2022 wechselte er endgültig zu Mercedes und feierte beim Grand Prix von São Paulo seinen ersten Formel-1-Sieg. In den drei gemeinsamen Jahren mit Hamilton als Teamkollege lieferten sich beide ein enges Duell: Russell gewann zwei der drei Duelle nach Punkten der jeweiligen Saison und qualifizierte sich 39-mal besser, Hamilton sammelte aber mehr Podien und sicherte sich in seinem letzten Mercedes-Rennen auf der Schlussrunde noch den internen Punkte-Gesamtsieg.
2024 beendete Russell in Österreich eine 33-Rennen-Durststrecke ohne Sieg und legte einen weiteren Erfolg in Las Vegas nach. In Belgien wäre beinahe ein dritter Saisonsieg dazugekommen, die Disqualifikation wegen Unterschreitung des Mindestgewichts kostete ihn den Erfolg jedoch nachträglich. Seit 2021 ist er zudem Direktor der Fahrervereinigung GPDA. Die Saison 2025 wurde mit Siegen in Kanada und Singapur, neun Podien und einer Karriere-Bestmarke von 319 Punkten zur bisher erfolgreichsten seiner Karriere; die neue Saison 2026 eröffnete er mit einem dominanten Sieg beim Australien-Grand-Prix.
Seine Startnummer 63 trägt er zu Ehren seines älteren Bruders Benjy, der mit dieser Nummer im Kartsport fuhr. Nach dem Wechsel von Lewis Hamilton zu Ferrari übernahm Russell 2025 die Rolle des Teamleaders bei Mercedes.
Titel-Historie
Kart-Titel (2)
- 2011: CIK-FIA KF3-Europameisterschaft
- 2012: CIK-FIA KF3-Europameisterschaft
GP3-Serie (1)
- 2017
FIA-Formel-2-Meisterschaft (1)
- 2018
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