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Visa Cash App Racing Bulls F1 Team

VCA
87Punkte
5Platzierung
2026Saison

Vom Minardi-Erbe zur Red-Bull-Talentschmiede: Racing Bulls hat aus Toro Rosso und AlphaTauri eine neue Identität geformt.

Ersatzfahrer

Die Wurzeln von Racing Bulls reichen zurück bis ins Jahr 1985, als der italienische Rennstall unter dem Namen Minardi in Faenza gegründet wurde. Fast zwei Jahrzehnte lang kämpfte das Team mit bescheidenen Mitteln gegen die etablierten Formel-1-Größen, ehe es Ende 2005 von der österreichischen Red Bull GmbH übernommen wurde. Zur Saison 2006 ging der Rennstall als Scuderia Toro Rosso an den Start, mit dem Österreicher Franz Tost als Teamchef, der die Geschicke des Rennstalls fast zwei Jahrzehnte lang lenken sollte.

Kaum ein anderes Team in der Formel 1 hat seinen Namen so oft gewechselt wie dieses. Nach 13 Jahren als Toro Rosso folgte 2020 das Rebranding zu Scuderia AlphaTauri, benannt nach der Mode- und Lifestyle-Marke des Red-Bull-Konzerns, das jedoch nie den erhofften Anklang fand. Seit 2024 tritt das Team als Racing Bulls an, mit dem klaren Auftrag, Red Bulls Nachwuchsfahrer aus dem eigenen Juniorprogramm auf ihrem Weg zum Formel-1-Spitzenteam zu begleiten und zu formen.

Sportlich blieb der Rennstall meist im Mittelfeld, doch es gab denkwürdige Momente. 2008 gelang Sebastian Vettel in Monza der erste Sieg der Teamgeschichte, im Alter von nur 21 Jahren der bis dahin jüngste Grand-Prix-Sieger überhaupt. Zwölf Jahre später, ebenfalls in Monza, feierte Pierre Gasly 2020 einen emotionalen zweiten Triumph. Das beste WM-Ergebnis blieb wiederholt Platz sechs in der Konstrukteurswertung, zuletzt 2025. Vor allem als Kaderschmiede hat sich das Team einen Namen gemacht: Vettel, Daniel Ricciardo, Daniil Kwjat, Max Verstappen, Gasly, Alexander Albon, Yuki Tsunoda, Liam Lawson und Isack Hadjar durchliefen allesamt Faenza, ehe viele von ihnen zu Red Bull Racing aufstiegen.

In die Saison 2026 geht Racing Bulls unter der Leitung von Teamchef Alan Permane, der im Sommer 2025 auf Laurent Mekies folgte, sowie Geschäftsführer Peter Bayer. Am Steuer sitzen Liam Lawson und Neuling Arvid Lindblad. Technisch markiert die Saison einen Umbruch: Nach acht Jahren mit Honda-Antrieben wechselt das Team zu Red Bull Ford Powertrains und tritt mit dem neuen VCARB 03 an. Die Basis bleibt Faenza, ergänzt um einen neuen Standort in Milton Keynes, näher am Schwesterteam.