Die Wurzeln von Rick Ware Racing reichen bis in die 1960er-Jahre zurück, als Rick Ware gemeinsam mit seinem Vater John Ware unter dem Namen Ware & Sons Racing zunächst im Kartsport und später in der SCCA sowie der IMSA-Serie antrat. 1983 gewann das Team mit Rick Ware am Lenkrad die Rookie-of-the-Year-Auszeichnung im California Sports Car Club, gefolgt von mehreren Titeln in SCCA und IMSA. In den 1990er-Jahren firmierte die Organisation zunächst als Ware Racing Enterprises, bevor sie 2004 offiziell in Rick Ware Racing umbenannt wurde und ihre ersten Anläufe in der NASCAR Cup Series unternahm, unter anderem 1998 mit einem gescheiterten Qualifikationsversuch in Sonoma.
Ein besonderes Kapitel der Teamgeschichte ist der Umzug der Werkstatt. Lange war RWR in Thomasville, North Carolina, ansässig, bis das Team im Frühjahr 2020, während der coronabedingten Rennpause zwischen März und Mai, nach Mooresville verlegte. Der Umzug fiel mit der Übernahme von Premium Motorsports zusammen, wodurch der No. 15-Wagen als viertes Vollzeitauto hinzukam und mehr Platz benötigt wurde. Vor der Saison 2023 folgte ein weiterer Standortwechsel nach Concord, North Carolina, direkt auf das Gelände von RFK Racing, mit dem RWR seither eine technische Allianz pflegt.
Die bislang breiteste Aufstellung erreichte Rick Ware Racing zwischen 2020 und 2021, als das Team zeitweise vier volle Cup-Charter mit den Nummern 15, 51, 52 und 53 einsetzte. Am Lenkrad sassen unter anderem Cody Ware, Justin Haley und Kaz Grala, ergänzt durch prominente Gaststarts von Formel-1-Weltmeistern wie Jenson Button und Jacques Villeneuve. Ab 2022 besann sich das Team wieder auf zwei Vollzeit-Charter, No. 15 und No. 51, um sich stärker auf sportliche Qualität statt reine Präsenz zu konzentrieren.
Die Gegenwart von Rick Ware Racing ist geprägt von einem erneuten technischen Wechsel. Unter Teamgründer und Teamchef Rick Ware sowie Teampräsident Robby Benton wechselte die Organisation für die Saison 2026 vom Ford Mustang zum Chevrolet und ging eine technische Allianz mit Richard Childress Racing samt ECR-Motoren ein. Wettbewerbsdirektor Tommy Baldwin Jr., der seit 2023 die technische Entwicklung leitete, trennte sich im Juli 2026 im gegenseitigen Einvernehmen vom Team. Stammfahrer im No. 51 Chevrolet bleibt Cody Ware, Sohn des Teamgründers, der die Marke für die kommenden Rennen weiter etablieren soll, während RWR mit dem neuen RCR-Bündnis auf einen weiteren Entwicklungsschritt in der Cup Series hofft.
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