Meyer Shank Racing, kurz MSR, hat seine Wurzeln als Michael Shank Racing und zählt heute zu den traditionsreicheren, wenn auch nicht zu den ältesten Namen im nordamerikanischen Motorsport. Aus einem klassischen Sportwagen-Programm heraus gewachsen, ist das Team mit Sitz in Pataskala, Ohio, längst auch in der IndyCar Series und der IMSA WeatherTech SportsCar Championship fest verankert. Der Doppelname mit Curb-Agajanian ist dabei kein bloßer Sponsorenzusatz, sondern Ausdruck einer engen strukturellen Partnerschaft, die dem Team seine heutige Gestalt gibt.
Ein eigenes Kapitel für sich ist die Verbindung zu Curb-Agajanian selbst. Der Name steht in den USA seit rund vier Jahrzehnten für Rennsport, von NASCAR über IndyCar und USAC bis zu den World of Outlaws, und ist eng mit Mike Curb verknüpft, der 1964 auch Curb Records gründete, ein Label mit 435 Nummer-eins-Hits und mehr als 4500 Chart-Platzierungen. Dass sich diese Musikindustrie-Historie mit einer der bekanntesten Renn-Familiennamen Amerikas, Agajanian, verbindet, macht Meyer Shank Racing with Curb-Agajanian zu einem Team, dessen Name selbst schon ein Stück US-Motorsport-Kulturgeschichte erzählt.
Die bislang sichtbarste Erfolgsphase des Teams ist eng mit Hélio Castroneves verbunden, der in seiner erweiterten Rolle als Minderheitspartner immer wieder für Meyer Shank Racing an den Start ging, unter anderem beim Indy 500, wo er mit der Startnummer 06 zu den festen Größen im Fahrerfeld zählte. Auch im IMSA-Programm zeigte das Team zuletzt konstante Stärke: 2025 fuhr der Acura Meyer Shank Racing 60 bei den 2025 IMSA WeatherTech-Rennen mehrfach aufs Podium, darunter Platz drei in Indianapolis, das vierte Podium in Folge in jener Saison.
In der aktuellen Ära wird das IndyCar-Aufgebot von Felix Rosenqvist, Marcus Armstrong und Hélio Castroneves geprägt, eine Mischung aus etabliertem Talent, aufstrebendem Speed und langjähriger Indy-500-Erfahrung. Für 2026 sorgte zudem die neue Partnerschaft mit REMAX, verkündet im Februar 2026 in Pataskala, für zusätzlichen kommerziellen Rückhalt im NTT IndyCar-Kalender. Bereits mit Blick über die Saison 2026 hinaus zeichnet sich Kontinuität ab: Marcus Armstrong verlängerte im Sommer 2026 langfristig bei Meyer Shank Racing und soll ab 2027 auf den Nummer-60-Honda wechseln, jenen Platz, den zuvor der amtierende Indy-500-Sieger Felix Rosenqvist innehatte.
Damit steht Meyer Shank Racing with Curb-Agajanian an einem interessanten Punkt seiner Entwicklung: getragen von einer Namenspartnerschaft mit tiefen Wurzeln im amerikanischen Rennsport, geprägt von soliden Ergebnissen in IndyCar und IMSA und mit einem Fahrerkader, der sowohl kurzfristigen Erfolg als auch langfristige Planung, sichtbar an der frühen Vertragsverlängerung mit Armstrong, miteinander verbindet. Für die Saison 2026 und darüber hinaus bleibt das Team damit einer der Namen, die es im engen IndyCar-Feld weiter zu beobachten gilt.
Meyer Shank Racing with Curb-Agajanian in den News
-

Rosenqvist schnappt sich die Pole in Portland, Malukas und Collet müssen von hinten losfahren
Beim OnlyBulls Grand Prix of Portland setzte sich Felix Rosenqvist im Fast Six durch, während zwei Strafen die…
-

Armstrong schnappt sich die Bestzeit im zweiten Training von Portland
Auf dem Roadcourse im Herzen Oregons drehte Marcus Armstrong im zweiten Freien Training auf und stellte die gesamte…
