Das Mercedes-AMG Team Landgraf wurde im Jahr 2000 von Klaus Landgraf gegründet, der selbst über viele Jahre aktiv Rennen fuhr, bevor er sich ganz der Teamführung widmete. Von seinem Sitz im rheinland-pfälzischen Gensingen aus war das Team über zwei Jahrzehnte in verschiedensten Motorsportserien aktiv, ehe es sich in den 2010er-Jahren zunehmend auf den GT3-Sport konzentrierte.
Seit 2018 setzt Landgraf konsequent auf den Mercedes-AMG GT3 und schrieb damit im ADAC GT Masters ein eigenes Erfolgskapitel: 2021 gelangen der erste Sieg und die erste Pole Position, ehe zwischen 2022 und 2024 gleich drei Fahrertitel in Folge folgten, zunächst mit Raffaele Marciello, dann mit dem Duo Elias Seppänen und Jusuf Owega sowie zuletzt mit Seppänen und Tom Kalender. Diese Dreifachserie machte Landgraf zu einer der dominanten Kräfte der deutschen GT3-Sprintserie.
2023 wagte das Team mit Maro Engel und Jusuf Owega den Sprung in die DTM und beendete die Saison auf dem achten Platz der Teamwertung. Nach einer einjährigen Pause kehrte Landgraf 2025 zurück, als HRT den Wechsel zu Ford vollzog und damit ein Mercedes-Cockpit in der Serie frei wurde. Berater Bernd Schneider, fünffacher DTM-Champion, unterstützte das Team seither zusätzlich mit seiner Erfahrung.
Die Saison 2025 geriet zum bislang größten Erfolg der Teamgeschichte: Lucas Auer führte große Teile des Jahres die Fahrerwertung an und verpasste den Titel am Ende nur um vier Punkte, während Nachwuchsfahrer Tom Kalender als jüngster Starter der DTM beim Saisonfinale in Hockenheim überraschte.
Für 2026 hält Landgraf an seinem bewährten Duo fest. Auer tritt in einem eigens mit adidas entwickelten, an einen Sneaker-Schuhkarton angelehnten blauen Design an, während Kalenders Fahrzeug in den rot-weißen Farben des neuen Sponsors febi lackiert ist. Mercedes-AMG erklärte das Ziel, nach zwei Vizemeisterschaften mit Auer nun endlich den Fahrertitel zurück nach Affalterbach zu holen.
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