Preining setzt im ersten Training in Hockenheim die Bestmarke

#91 Thomas Preining (AUT / Porsche 911 GT3 R / Manthey), Hockenheimring 2026
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2–3 Minuten

Klaus Weber · DTM-Korrespondent

Nur 5 Hundertstel trennten den Manthey-EMA-Piloten von Jules Gounon, dahinter staffelte sich das Feld auf engstem Raum.

Thomas Preining fuhr im ersten freien Training zum DTM-Wochenende am Hockenheimring die schnellste Rundenzeit. Mit 1:36.974 Minuten blieb der Manthey-EMA-Fahrer am Freitag 0,050 Sekunden vor Jules Gounon im Winward-Racing-Mercedes, Marco Wittmann komplettierte im Schubert-BMW die Top 3 mit einem Rückstand von 0,209 Sekunden auf die Spitze.

Enges Feld bis in die Top 10

Die erste Session zeigte die für die DTM typische Feldstärke: Zwischen Preinings Bestzeit und Arjun Mainis zehntplatzierter Rundenzeit im HRT-Ford lagen lediglich 0,503 Sekunden. Finn Wiebelhaus brachte den zweiten HRT-Ford auf Position vier, nur 0,262 Sekunden hinter Preining, was darauf hindeutet, dass das Ford-Team auch im Qualifying-Trimm konkurrenzfähig unterwegs sein könnte.

Mirko Bortolotti reihte sich im GRT-Lamborghini auf Platz fünf ein, Maro Engel brachte als zweiter Winward-Pilot den Mercedes auf Rang sechs. Ben Dörr fuhr im eigenen Team auf Position sieben, nur 0,395 Sekunden hinter der Spitze, Luca Engstler komplettierte im Abt-Lamborghini die Top 8.

Schubert und Manthey mit geteiltem Bild

#3 Kelvin van der Linde (ZAF / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport), Hockenheimring 2026
#3 Kelvin van der Linde (ZAF / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport), Hockenheimring 2026

Bei Schubert Motorsport zeigte sich ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Fahrzeugen: Während Wittmann mit Platz drei die Richtzeit vorgab, fiel Kelvin van der Linde auf Position neun zurück, mit 0,255 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen. Das deutet darauf hin, dass die beiden BMW M4 GT3 am Freitagmittag mit unterschiedlichen Set-ups oder Kraftstoffmengen unterwegs waren, eine für das erste Training übliche Vorgehensweise, bei der Teams Qualifying- und Renntrimm parallel testen.

Auch bei Manthey EMA klaffte eine Lücke: Preining führte das Feld an, Ricardo Feller kam im zweiten Manthey-Porsche nur auf Platz zwölf, 0,581 Sekunden langsamer. Ob sich diese Differenz im weiteren Wochenendverlauf nivelliert, dürfte sich erst im Qualifying zeigen, wenn beide Fahrzeuge unter vergleichbaren Bedingungen an den Start gehen.

Mittelfeld und Ausblick

#7 Nicki Thiim (DNK / Aston Martin Vantage GT3 / Comtoyou Racing), Hockenheimring 2026
#7 Nicki Thiim (DNK / Aston Martin Vantage GT3 / Comtoyou Racing), Hockenheimring 2026

Im hinteren Teil des Feldes fiel vor allem die Streuung auf: Nicki Thiim und Nicolas Baert bildeten bei Comtoyou Racing mit 1:38.682 und 1:39.286 Minuten die beiden langsamsten Zeiten der Session, mit einem Rückstand von 1,708 respektive 2,312 Sekunden auf Preining. Bastian Buus blieb im Land-Porsche mit Platz 19 ebenfalls deutlich zurück, kam allerdings auch nur auf fünf Runden. Thiim brachte es ebenfalls nur auf fünf Umläufe, Timo Glock auf sechs. Unterbrochen wurde die Session von einer Full-Course-Yellow-Phase.

Mit Blick auf das bevorstehende Qualifying bleibt vor allem die Form der beiden Spitzenreiter interessant: Preining und Gounon trennten am Freitag nur 0,050 Sekunden, ein Abstand, der angesichts der engen Feldstärke in Hockenheim kaum Rückschlüsse auf die Positionierung am Samstag zulässt. Entscheidend dürfte sein, wie die Teams mit der aktuellen Balance of Performance umgehen und ihre Reifensätze für die kürzeren, intensiveren Qualifying-Runden einteilen.