Ed Carpenter, geboren 1981 in den USA, wuchs in einem Umfeld auf, das eng mit der Indianapolis Motor Speedway verbunden ist, und fand schon früh Zugang zum Motorsport. Bereits 1989 startete er in Quarter-Midgets und gewann in dieser Klasse zahlreiche lokale und nationale Rennen. Von dort aus arbeitete er sich über das USAC-System weiter, wo er in Midgets, Sprint Cars und der Silver Crown Series unterwegs war und 2002 als USAC National Sprint Car Rookie of the Year ausgezeichnet wurde. Anders als viele europäische Formel-Piloten durchlief Carpenter keine klassische Kart-Formel-3-Formel-2-Leiter, sondern blieb konsequent im nordamerikanischen Oval- und Open-Wheel-Umfeld verwurzelt.
Den nächsten Schritt machte Carpenter 2002 in der damaligen Infiniti Pro Series, der heutigen Indy NXT. Dort etablierte er sich sofort als schneller Nachwuchsfahrer und wurde in den Jahren 2002 und 2003 jeweils Dritter der Gesamtwertung. Ein besonderes Highlight dieser Phase war der Sieg beim allerersten Freedom 100 auf dem Indianapolis Motor Speedway im Jahr 2003, einem Rennen, das bis heute als bedeutender Meilenstein seiner Nachwuchskarriere gilt. Bereits seit 2003 ist er zudem in der IndyCar Series aktiv und sammelte dort über die Jahre kontinuierlich Erfahrung auf den unterschiedlichsten Streckentypen.
In der IndyCar Series feierte Carpenter drei Siege: 2011 beim Kentucky Indy 300 für Sarah Fisher Hartman Racing, 2012 beim MAVTV 500 in Fontana, dem allerersten Erfolg für sein eigenes, im selben Jahr gegründetes Team Ed Carpenter Racing, sowie 2014 beim Firestone 600 in Texas, wiederum für ECR. Besonders eng ist seine Karriere mit dem Indianapolis 500 verknüpft: Mit den Pole Positions 2013, 2014 und 2018 gehört er zu nur zehn Fahrern in der langen Geschichte des Rennens, die drei oder mehr Poles beim Indy 500 errungen haben. 2018 fuhr er von der Pole gestartet zudem mit Platz zwei sein bislang bestes Ergebnis beim legendären 500-Meilen-Rennen ein, nachdem er dabei die meisten Runden angeführt hatte.
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