Regen legt Bristol-Qualifying lahm: Kyle Larson startet von der Pole

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Bobby Travis · NASCAR/IndyCar-Korrespondent

Der Himmel über Thunder Valley entschied, wer diesmal die erste Startreihe bekommt, nicht die Stoppuhr.

Das Qualifying der NASCAR Cup Series für das Bass Pro Shops Night Race auf dem Bristol Motor Speedway wurde am Freitag wegen Regens und Blitzeinschlägen in der Region abgesagt. Ohne Zeitenjagd rückte Kyle Larson für das Samstagabend-Rennen, das dritte Playoff-Event der Saison 2026, auf die Pole-Position.

Regen und Blitze stoppen die Zeitenjagd

Schlechtes Wetter zog über Thunder Valley und machte eine Zeitenjagd auf dem 0,533-Meilen-Kurzoval unmöglich. Regen und Blitzeinschläge in der Umgebung liessen der NASCAR keine andere Wahl, als das Qualifying komplett zu streichen.

Für die Fans vor Ort und am Fernseher bedeutet das: keine Stichrunden, keine dramatischen letzten Versuche auf der Steilkurve. Stattdessen entschied das Reglement für Fälle abgesagter Qualifyings über die Startaufstellung, und an deren Spitze steht mit Kyle Larson ausgerechnet der Titelverteidiger.

Larson übernimmt die Pole ohne eine gefahrene Runde

Kyle Larson, der Cup-Champion von 2021 aus Elk Grove, Kalifornien, wird das Rennen also anführen, ohne auch nur eine schnelle Runde im Qualifying-Trimm gedreht zu haben. Für Hendrick Motorsports ist das ein Geschenk mit Vorbehalt: Die Pole öffnet die Tür zur sauberen Luft in den ersten Runden, sagt aber nichts darüber aus, wie das Auto sich im Renntrimm über die Distanz verhält.

Das Bass Pro Shops Night Race ist das dritte Rennen der Playoff-Phase 2026, in der jede Platzierung über das Weiterkommen mitentscheidet. Larson startet damit aus der bestmöglichen Position in einen Abend, an dem es um mehr geht als nur um die Ehre der ersten Startreihe.

Thunder Valley verlangt trotzdem Geduld

Bristol ist kein Ort, an dem eine Pole automatisch zum Sieg führt. Das steilwandige Kurzoval ist eng, physisch und unnachgiebig, enger Verkehr und Restarts entscheiden hier über Positionen, nicht die freie Fahrt in der Spitzengruppe. Wer vorne steht, muss sie trotzdem verteidigen, Runde für Runde, gegen Fahrer, die sich durch das Feld nach vorne kämpfen und dabei wenig Rücksicht auf Blechschäden nehmen.

Am Samstagabend wird sich zeigen, ob Larson dieses geschenkte Startglück in echten Speed übersetzen kann. Sollte er die Pole in einen Start-Ziel-Sieg oder zumindest eine dominante Führung ummünzen, wäre das ein starkes Signal für Larson und Hendrick Motorsports in dieser Phase der Saison.

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