Bobby Travis · NASCAR/IndyCar-Korrespondent
Nach einer Rookie-of-the-Year-Saison bei Dale Coyne Racing sichert sich der Norweger einen Mehrjahresvertrag bei einem der traditionsreichsten Teams der NTT INDYCAR SERIES.
Dennis Hauger wechselt zur Saison 2027 mit einem Mehrjahresvertrag zu A.J. Foyt Racing. Der 23-jährige Norweger, der 2026 in seiner ersten vollen IndyCar-Saison für Dale Coyne Racing als Rookie of the Year ausgezeichnet wurde, verlässt das Team nach nur einer Spielzeit und schliesst sich einem der etabliertesten Namen der Serie an.
Vom Kartsport zum gefragten IndyCar-Talent
Haugers Weg in den amerikanischen Formelsport war alles andere als ein Umweg. Über den norwegischen Kartsport kam er zum Formel-3-Titel und setzte danach in der Indy-NXT-Serie nach, die er als Champion beendete. Die Beförderung in die NTT INDYCAR SERIES für 2026 war damit die logische Konsequenz einer Karriere, die konsequent nach oben zeigte.
Dass er seine erste komplette IndyCar-Saison direkt mit der Rookie-of-the-Year-Trophäe abschloss, unterstreicht, wie schnell er sich in einer Serie zurechtfand, die mit ihrem Mix aus Ovalen, Roadcourses und Street Circuits zu den anspruchsvollsten Formelserien der Welt zählen dürfte. Genau diese Bandbreite dürfte auch bei A.J. Foyt Racing den Ausschlag gegeben haben, sich früh um den Norweger zu bemühen.
Der Wechsel zu Foyt
Nach nur einem Jahr bei Dale Coyne Racing zieht es Hauger nun weiter. A.J. Foyt Racing, benannt nach der lebenden IndyCar-Legende und einem der wenigen verbliebenen Familienteams der Serie, sichert sich den Norweger für mehrere Jahre. Ein Mehrjahresvertrag statt eines Einjahresdeals signalisiert, dass das Team langfristig mit ihm plant und nicht nur eine Übergangslösung sucht.
Für Dale Coyne Racing dürfte der Abgang einen empfindlichen Verlust bedeuten. Ein Rookie of the Year, der nach nur einer Saison weiterzieht, ist für ein Team, das traditionell auf junge Talente setzt und sie grossziehen muss, kein einfacher Umstand. Für Foyt hingegen dürfte es ein klares Statement sein: Das Team will sich im dichten IndyCar-Mittelfeld nach vorn arbeiten und setzt dafür auf einen Fahrer mit nachgewiesenem Speed.
Was der Wechsel für 2027 bedeuten dürfte

Ein Teamwechsel mitten in einer aufstrebenden Karriere ist immer ein Risiko, aber auch eine Chance. Neue Ingenieure, neues Setup-Umfeld, neue Teamkollegen, das alles muss Hauger erst wieder zusammenbringen, bevor er dort anknüpfen kann, wo er bei Coyne aufgehört hat. Gleichzeitig bietet ein etabliertes Team wie Foyt möglicherweise mehr Ressourcen und Kontinuität, um aus einer starken Rookie-Saison eine ernsthafte Meisterschaftsperspektive zu machen.
Wie sich der Wechsel konkret auf die Performance auswirkt, wird sich erst zeigen, wenn die Saison 2027 beginnt. Klar ist schon jetzt: Mit Hauger bei Foyt bekommt das IndyCar-Feld eine weitere spannende Konstellation, die es zu beobachten lohnt, sobald die ersten Testtage anstehen.





