Team

Wood Brothers Racing

WBR
463Punkte
12Platzierung
2026Saison

Als ältestes durchgehend aktives Team der NASCAR-Geschichte verbindet Wood Brothers Racing seit 1950 Familientradition mit fünf Daytona-500-Siegen und der ikonischen Nummer 21.

Wood Brothers Racing wurde 1950 von den Brüdern Glen, Leonard, Delano, Clay und Ray Lee Wood gegründet, die auf einer Farm ihrer Eltern nahe Woolwine und Stuart in den Blue Ridge Mountains von Southwest Virginia aufwuchsen. Inspiriert vom lokalen Sägewerksbetreiber und Rennfahrer Curtis Turner, kauften die Brüder ihr erstes Rennauto für 50 Dollar und liessen es folgerichtig mit der Nummer 50 starten. Aus dem Wochenendhobby wurde bald ein Vollzeitgeschäft mit erster fester Werkstatt am Rand von Stuart. Bis heute gilt das Team laut Guinness-Weltrekord als das älteste durchgehend aktive Team der NASCAR-Geschichte.

Ein eigenständiges Kapitel der Teamgeschichte schrieb Leonard Wood in den späten 1950er- und 1960er-Jahren, als er den Boxenstopp revolutionierte. Durch klar aufgeteilte Rollen im Team und optimierte Wagenheber, Druckluftschrauber und Benzinkanister drückte er die Stopzeiten von über einer Minute auf unter 20 Sekunden. Diese Präzision blieb nicht unbemerkt: Lotus-Gründer Colin Chapman engagierte die Wood-Brothers-Crew, um beim Indianapolis 500 im Jahr 1965 den Ford-Boliden von Jim Clark zu betreuen, was massgeblich zu dessen Sieg beitrug.

Ihre grösste Erfolgsphase erlebte die Mannschaft in den 1960er- und 1970er-Jahren, obwohl sie oft nur an lukrativen Superspeedway-Rennen teilnahm. David Pearson fuhr in den 1970er-Jahren im No. 21 Mercury zu 43 Cup-Series-Siegen für das Team, während Grössen wie Cale Yarborough, A.J. Foyt, Dan Gurney, Fireball Roberts und Neil Bonnett ebenfalls für Wood Brothers ans Steuer stiegen. Fünf Mal gewann das Team das Daytona 500: 1963 mit Tiny Lund, verbunden mit dem Konstrukteurstitel jenes Jahres, 1968 mit Cale Yarborough, 1972 mit A.J. Foyt, 1976 mit David Pearson im legendären Zieldrama gegen Richard Petty und 2011 mit dem damals 20-jährigen Trevor Bayne.

Nach über 50 Jahren in Virginia verlegte das Team seine Rennoperationen nach der Saison 2003 nach Mooresville, North Carolina, näher an das Zentrum der NASCAR-Technik. Dort besteht heute eine enge technische Allianz mit Team Penske. Die Führung liegt weiterhin in Familienhand: Eddie Wood als CEO, Len Wood als COO und Kim Wood Hall als CFO repräsentieren die zweite Generation, während Jon Wood als President die dritte Generation einbringt.

Die jüngere Erfolgsgeschichte bestätigt die Kontinuität: Im August 2024 feierte Harrison Burton in Daytona den 100. Cup-Series-Sieg des Teams, 2025 folgte mit Josh Berry im No. 21 Ford Mustang bereits der 101. Erfolg. Für 2026 setzt Wood Brothers Racing erneut auf Josh Berry als Stammfahrer und will mit der Unterstützung durch Team Penske an die jüngsten Erfolge anknüpfen, ganz im Zeichen der langen Tradition rund um die Nummer 21.

Titel-Historie

Konstrukteurstitel (1)

  • 1963

Fahrertitel (0)