RFK Racing wurde 1988 vom ehemaligen Ford-Ingenieur Jack Roush als Roush Racing gegründet. Roush hatte zuvor bereits im Dragracing und in der Sportwagenszene, etwa in der IMSA GT Championship und der SCCA Trans-Am Series, Meisterschaften gewonnen, bevor er seine Motorsportaktivitäten in Concord, North Carolina, auf die NASCAR Cup Series ausweitete. Von diesem Standort aus wuchs das Team über die Jahre zu einer der grössten und einflussreichsten Organisationen der Serie heran und blieb dabei seiner Wahl der Marke Ford durchgehend treu.
Eine Besonderheit der Teamgeschichte ist ihr mehrfacher Namenswechsel, der stets neue Eigentümerstrukturen widerspiegelt. 2007 stieg John W. Henry mit der Fenway Sports Group, den Eigentümern der Boston Red Sox und des FC Liverpool, als Partner ein, woraufhin aus Roush Racing Roush Fenway Racing wurde. Als 2021 der ehemalige Cupmeister Brad Keselowski als Fahrer und Miteigentümer dazukam, folgte 2022 die erneute Umbenennung in Roush Fenway Keselowski Racing, kurz RFK Racing, unter der das Team bis heute firmiert.
Die erfolgreichste Phase der Teamhistorie liegt in den frühen 2000er-Jahren. 2003 und 2004 sicherte sich das damalige Roush Racing zwei aufeinanderfolgende Fahrertitel in der Cup Series: Matt Kenseth gewann 2003 die letzte Meisterschaft unter dem Namen Winston Cup, Kurt Busch holte 2004 den ersten Titel der neuen Nextel-Cup-Ära. Diese Dominanz unterstrich die Stärke des Teams in jener Zeit und bildet bis heute den Kern der beiden Konstrukteurstitel in der Vereinsgeschichte.
Seit der Rebranding-Welle von 2022 befindet sich RFK Racing in einem organisatorischen Umbruch, der spürbar Früchte trägt. Brad Keselowski lenkt als Co-Owner und Fahrer des No. 6 Ford Mustang Dark Horse die sportliche Ausrichtung mit, während seit September 2025 Chip Bowers, ein erfahrener Sportmanager mit Stationen bei den Miami Marlins und den Golden State Warriors, als Team President die operative Führung übernommen hat. Für die Saison 2026 setzt RFK auf eine bewährte Fahrerpaarung: Neben Keselowski gehen Chris Buescher im No. 17 und Ryan Preece im No. 60 an den Start, ergänzt durch Corey LaJoie, der den No. 99 im Teilzeiteinsatz pilotiert.
Mit dieser Konstellation will die Organisation an die Aufwärtsentwicklung der vergangenen Jahre anknüpfen und wieder regelmässig um Playoff-Plätze und Siege kämpfen. Die Kombination aus traditionsreicher Vergangenheit, einem klaren Markenkern rund um Ford und einer neu formierten Führungsriege macht RFK Racing zu einem Team, das seine Wurzeln in Concord nutzt, um sich für die kommenden Herausforderungen der Cup Series neu aufzustellen.
Titel-Historie
Konstrukteurstitel (2)
- 2003 (Roush Racing)
- 2004 (Roush Racing)
Fahrertitel (2)
- Matt Kenseth: 2003 (Roush Racing)
- Kurt Busch: 2004 (Roush Racing)
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