Ferrari ist das einzige Team, das seit Beginn der Formel-1-Weltmeisterschaft 1950 ununterbrochen am Start steht. Gegründet wurde die Scuderia bereits 1929 von Enzo Ferrari, zunächst als Rennabteilung von Alfa Romeo; erst 1947 entstand mit dem 125 S der erste Wagen unter eigenem Namen. Bis heute ist Maranello in der Emilia-Romagna die Heimat des Teams und zugleich Symbol für italienische Motorsport-Leidenschaft wie kein anderer Ort.
Das schwarze, sich aufbäumende Pferd auf gelbem Grund, das Cavallino Rampante, geht auf den Fliegerhelden Francesco Baracca zurück, der es im Ersten Weltkrieg auf seinem Jagdflugzeug trug. Nach dessen Tod schlug seine Mutter, Gräfin Paolina Baracca, dem jungen Rennfahrer Enzo Ferrari 1923 vor, das Pferd als Glücksbringer auf seine Wagen zu malen. Auf den Rennwagen der Scuderia erschien es erstmals 1932, der gelbe Hintergrund stammt von der Stadtfarbe Modenas, Enzo Ferraris Heimatstadt.
Mit 16 Konstrukteurs- und 15 Fahrertiteln ist Ferrari das erfolgreichste Team der Formel-1-Geschichte. Den größten Triumphzug erlebte die Scuderia zwischen 2000 und 2004, als Michael Schumacher fünf Fahrertitel in Folge holte und Ferrari im selben Zeitraum sechs Konstrukteurstitel nacheinander gewann, ein Rekord, der erst Jahre später von Mercedes übertroffen wurde.
Seit dem letzten Konstrukteurstitel 2008 wartet Ferrari auf die Rückkehr an die Spitze. Mehrere Fahrer waren nah dran, ohne es zu schaffen: Felipe Massa verlor die Fahrerkrone 2008 im letzten Rennen um einen einzigen Punkt, Fernando Alonso scheiterte 2010 und 2012 nur knapp. Diese lange Durststrecke ändert nichts daran, dass die Tifosi zu den leidenschaftlichsten Fans im gesamten Motorsport zählen und jede rote Kurve als Heimspiel feiern.
Unter Teamchef Frédéric Vasseur, der seit 2023 das Kommando in Maranello führt, hat sich die Scuderia technisch und strukturell neu aufgestellt. Mit Charles Leclerc und dem siebenfachen Weltmeister Lewis Hamilton, der 2025 von Mercedes wechselte, verfügt Ferrari über eine der prominentesten Fahrerpaarungen im gesamten Feld und geht auch in die Saison 2026 mit dem klaren Ziel an, endlich wieder um Titel mitzufahren.
Titel-Historie
Konstrukteurstitel (16)
- 1961
- 1964
- 1975
- 1976
- 1977
- 1979
- 1982
- 1983
- 1999
- 2000
- 2001
- 2002
- 2003
- 2004
- 2007
- 2008
Fahrertitel (15)
- Alberto Ascari: 1952, 1953
- Juan Manuel Fangio: 1956
- Mike Hawthorn: 1958
- Phil Hill: 1961
- John Surtees: 1964
- Niki Lauda: 1975, 1977
- Jody Scheckter: 1979
- Michael Schumacher: 2000 bis 2004
- Kimi Räikkönen: 2007
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