Als Abt Sportsline im Mai 2000 mit dem selbst entwickelten Abt-Audi TT-R in die neu gegründete DTM einstieg, beließ man das kleine Privatteam aus Kempten zunächst und wenig ambitioniert. Das änderte sich schlagartig 2002: Gegen die Werksteams von Mercedes-Benz und Opel holte Laurent Aiello sensationell den ersten Titel für das gelb lackierte Auto aus dem Allgäu.
Der Spitzname „die Äbte“ entstand schon in dieser frühen Phase und blieb dem Team bis heute erhalten. Hinter dem Erfolg steht ein echtes Familienunternehmen: Hans-Jürgen Abt führte den Rennstall, dessen Wurzeln bis in die Motorsportleidenschaft seines Vaters Johann Abt zurückreichen, seit der Gründung als Teamchef. Aus der anfangs belächelten Garagenmannschaft wurde binnen weniger Jahre das Aushängeschild von Audi in der DTM.
Ab 2004 fungierte Abt Sportsline als Audi-Werksteam und lieferte prompt den nächsten Titel mit Mattias Ekström. 2007, 2008 und 2009 gelang dem Team mit Ekström und Timo Scheider der bis heute einzige Titel-Hattrick der DTM-Geschichte, drei Jahre in Folge mit dem Meistertitel in der Fahrerwertung. Auch nach dem Wechsel auf die GT3-Ära ab 2021 blieb Abt Sportsline mit dem Audi R8 LMS in der Spitzengruppe, kam Titeln mit René Rast (2022) und Kelvin van der Linde jedoch nur nahe, ohne sie zu holen.
Ende 2024 endete nach 25 Jahren und insgesamt 78 gemeinsamen Siegen die lange Partnerschaft mit Audi. Seit 2025 tritt Abt Sportsline als privates Team mit dem Lamborghini Huracán an und hat mit Red Bull einen Partner zurückgeholt, der das Team bereits von 2002 bis 2018 begleitete. Der Markenwechsel markiert das größte Kapitel seit dem Ausstieg aus der Class-1-Ära.
In der Saison 2026 setzt Abt Sportsline auf das Fahrerduo Marco Mapelli und Luca Engstler. Als einziges Team, das seit der DTM-Neugründung 2000 ohne Unterbrechung am Start steht, bleibt Abt Sportsline mit Abstand das erfolgreichste aktive Team der Serie und peilt auch unter der neuen Flagge weitere Titel an.
Titel-Historie
Team-Titel (5)
- 2004
- 2007
- 2011
- 2016
- 2020
Fahrer-Titel (5)
- Laurent Aiello: 2002
- Mattias Ekström: 2004, 2007
- Timo Scheider: 2008, 2009
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