Engel gewinnt Finale in Hockenheim, Preining sichert sich den Titel

DTM, 13. + 14. Rennen Sachsenring 2026 #91 Porsche 911 GT3 R (992), Manthey: Thomas Preining - picture by Gruppe C Photography
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Klaus Weber · DTM-Korrespondent

Im zweiten Rennen des Saisonfinales setzte sich Maro Engel gegen das Manthey-Duo Feller und Preining durch, während sich im Hintergrund die Meisterschaft entschied.

Maro Engel gewann am Sonntag das zweite und letzte DTM-Rennen des Saisonfinales auf dem Hockenheimring im Winward-Mercedes-AMG vor den beiden Manthey-Porsche von Ricardo Feller und Thomas Preining. Nach 57:21.106 Minuten Renndauer lag Feller 3,058 Sekunden zurück, Preining weitere 0,640 Sekunden dahinter auf Platz drei, womit sich die Spitze bis zur Flagge auf engstem Raum bewegte.

Enges Spitzenfeld bis zur Flagge

Bastian Buus, der nach Bestzeit im Qualifying 2 (1:36.923 Minuten) von der Pole gestartet war, verlor die Führung in Runde 10, als Engel nach leichtem Kontakt an ihm vorbeiging, und kam als Vierter ins Ziel, nur 0,296 Sekunden hinter Preining und 3,994 Sekunden hinter Engel. Preining versuchte es in Runde 13 mit einem frühen Boxenstopp von 7,9 Sekunden, doch Engel kam eine Runde später nach 6,7 Sekunden wieder heraus und blieb vorn. Auch der leichte Regen, der im Stoppfenster einsetzte, änderte daran nichts, auf Regenreifen wechselte niemand.

Ben Dörr fuhr für Dörr Motorsport auf Platz fünf, 10,139 Sekunden zurück, deutlich vor Teamkollege Timo Glock, der nach Startplatz neun nur Rang 16 erreichte. Matteo Cairoli brachte Emil Frey Racing mit Platz sechs einen soliden Punktezuwachs, während Teamkollege Thierry Vermeulen nach seiner Rolle in der Kollision mit Jules Gounon lediglich auf Platz zwölf landete, 16,937 Sekunden hinter Cairoli.

Preining wird trotz Platz drei Champion

Für Thomas Preining reichte der dritte Platz hinter Feller und Engel aus, um sich den Meisterschaftstitel zu sichern. Wie Speedweek berichtet, ist es nach 2023 der zweite DTM-Fahrertitel des Manthey-Piloten, der als Tabellenführer ins Finale gegangen war. Preining beendet die Saison mit 225 Punkten, zwölf mehr als Vizemeister Maro Engel, Marco Wittmann wird Dritter. In der letzten Runde liess Preining seinen Teamkollegen Ricardo Feller ohne Gegenwehr auf Platz zwei vorbei.

Für Preining war es ein kontrollierter Schlusspunkt einer Saison, die ihn tags zuvor im ersten Rennen noch in einen Kontakt in der Anfangsphase verwickelt hatte. Am Sonntag genügte ihm dagegen ein dritter Platz, um die Punkte für den Titel zusammenzuhalten.

Kollision in Kurve zwei beendet Gounons Rennen früh

Jules Gounon schied bereits am Ende der ersten Runde aus. Beim Anbremsen der zweiten Kurve traf Thierry Vermeulen das Heck von Gounons Winward-Mercedes, der daraufhin noch Matteo Cairoli touchierte. Gounon stellte sein Auto in der Boxengasse ab. Vermeulen erhielt für die Kollision eine Penalty-Lap, blieb aber im Rennen und fuhr am Ende auf Platz zwölf.

Arjun Maini stellte auf Platz acht zugleich die schnellste Rennrunde auf (1:37.842 Minuten). Für HRT Ford Performance, das mit Finn Wiebelhaus auf Platz elf ebenfalls in den Punkten blieb, war es ein ordentliches Wochenende.

Mittelfeld mit deutlichen Verschiebungen

Bei Schubert Motorsport zeigte sich ein grosser Leistungsunterschied innerhalb des Teams: Marco Wittmann kam auf Platz sieben ins Ziel, während Kelvin van der Linde mit Platz 18 und einem Rückstand von 35,327 Sekunden auf seinen Teamkollegen deutlich zurückfiel. Bei GRT Grasser Racing Team musste sich Mirko Bortolotti, der im ersten Rennen noch Zweiter geworden war, am Sonntag mit Platz zehn begnügen, 17,083 Sekunden vor Teamkollege Maximilian Paul.

Mit dem Saisonfinale endet ein Wochenende, das die Feldstärke der DTM 2026 einmal mehr unterstrichen hat: enge Zeiten im Qualifying, Positionswechsel bis zur letzten Runde und ein Titelgewinn, der sich nicht über eine dominante Einzelleistung, sondern über die Konstanz einer ganzen Saison entschied.