Training 2: Preining bestätigt Bestzeit, Wittmann fällt im Regen zurück

DTM, 15. + 16. Rennen Hockenheim 2026 #91 Porsche 911 GT3 R (992), Manthey: Thomas Preining - picture by Gruppe C Photography
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Klaus Weber · DTM-Korrespondent

Im zweiten freien Training zum DTM-Saisonfinale in Hockenheim fuhr Thomas Preining erneut die schnellste Runde, während Titelrivale Marco Wittmann deutlich zurückfiel.

Thomas Preining sicherte sich am Freitagnachmittag auch im zweiten freien Training zum DTM-Saisonfinale in Hockenheim die Bestzeit. Der Manthey-EMA-Pilot blieb in 1:47.823 Minuten um 0,092 Sekunden vor Kelvin van der Linde (Schubert Motorsport) und bestätigte damit die Form aus der ersten Session, in der er mit 0,050 Sekunden Vorsprung auf Jules Gounon ebenfalls vorne gelegen hatte. Auf nasser Strecke war das Feld in Training 2 knapp elf Sekunden langsamer als am Mittag, an der Spitze änderte das für den Meisterschaftsführenden nichts.

Van der Linde und Engstler springen nach vorn

Während Preining seine Position hielt, verbesserten sich zwei Fahrer deutlich gegenüber dem ersten Training. Kelvin van der Linde kam von Platz neun auf Rang zwei nach vorn, Luca Engstler (Abt Sportsline) steigerte sich von Platz acht auf Platz drei. Beide lagen damit in der zweiten Session näher an Preining als noch im ersten Training, 0,092 beziehungsweise 0,311 Sekunden Rückstand gegenüber zuvor 0,464 respektive 0,431 Sekunden.

Mirko Bortolotti blieb mit Rang vier nahezu konstant, sein Teamkollege Maximilian Paul machte den grössten Sprung im Vorderfeld: von Position 13 in Training 1 auf Platz fünf in Training 2. Beide GRT-Lamborghini fanden sich damit auf nasser Strecke in den Top 5 wieder, ein Signal, das mit Blick auf ein mögliches Regen-Qualifying am Samstag Gewicht bekommen dürfte.

Wittmann und Wiebelhaus verlieren Boden

#11 Marco Wittmann (DEU / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport), Hockenheimring 2026
#11 Marco Wittmann (DEU / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport), Hockenheimring 2026

Auf der anderen Seite der Zeitentabelle stand Marco Wittmann. Nach Platz drei im ersten Training fiel der Schubert-Pilot in der zweiten Session auf Rang 15 zurück, 1,328 Sekunden hinter Preining. Finn Wiebelhaus (HRT Ford Racing) traf es noch deutlicher: Von Platz vier rutschte er auf Position 19 ab.

Ob Platz 15 im Regen mehr über Wittmanns Form aussagt als über Set-up-Arbeit, wird sich erst im Qualifying zeigen. Als einer von sechs Fahrern mit rechnerischen Titelchancen liegt er laut offiziellem Zwischenstand vor dem Wochenende 24 Punkte hinter Preining in der Meisterschaft, nur einen Zähler hinter Maro Engel, der mit Rang acht in Training 2 deutlich besser platziert blieb als sein BMW-Rivale. Ein schwaches Qualifying würde Wittmanns ohnehin enge Ausgangslage vor dem letzten Wochenende zusätzlich erschweren.

Preining mit ruhigem Blick auf das Punktekonto

Für die Gesamtwertung zählt am Ende nicht die Trainingszeit, sondern was daraus am Wochenende wird. Preining führt die Meisterschaft mit 197 Punkten an, Engel und Wittmann folgen mit 23 respektive 24 Zählern Rückstand, dazu bleiben Lucas Auer, Matteo Cairoli und Nicki Thiim rechnerisch im Rennen um den Titel. Demnach benötigt Preining an diesem Wochenende 34 Punkte aus Qualifyings und Rennen, um sich unabhängig von den Ergebnissen seiner Verfolger den Titel zu sichern.

Auer kam in Training 2 auf Rang neun, Cairoli auf Platz zehn, Thiim auf Platz 16, drei Fahrer also, die im Feld verteilt blieben, ohne sich für das Wochenende klar in Position zu bringen. Entscheidend wird nun, wer dieses Tempo ins Qualifying 1 am Samstagmorgen überträgt: Dieses startet bereits um 09:35 Uhr, ehe um 13:30 Uhr das erste Rennen folgt. Von der Startaufstellung hängt ab, wie viel Risiko die Titelanwärter in den beiden Rennen noch eingehen müssen.