Romain David Jeremie Grosjean wurde am 17. April 1986 in Genf geboren und wuchs dort als Sohn eines Schweizer Vaters und einer französischen Mutter auf. Er ist der Enkel des Olympia-Skifahrers Fernand Grosjean. Nach dem Einstieg ins Kartsport wechselte Grosjean 2003 unter Schweizer Lizenz in die Formelklassen und gewann prompt die Formula Renault 1.6 in der Schweiz. 2004 zog es ihn zu SG Formula in die französische Formula Renault 2.0, wo er 2005 mit zehn Siegen aus 16 Rennen die Meisterschaft dominierte.
Der Aufstieg setzte sich nahtlos fort: 2007 sicherte sich Grosjean im Formel-3-Euroserien-Duell mit Sébastien Buemi den Titel bei ASM. 2008 wechselte er in die GP2 Series zu ART Grand Prix, wurde Vierter in der Gesamtwertung und gewann zusätzlich die GP2 Asia Series. Als Mitglied der Renault Sport Academy gab er 2009 beim Grand Prix von Europa sein Formel-1-Debüt als Ersatz für Nelson Piquet Jr. Nach einer Rückkehr in die Nachwuchsserien, in denen er 2010 die Auto GP Series sowie erneut die GP2 Asia Series gewann, krönte er 2011 mit DAMS die GP2-Series-Meisterschaft und kehrte damit endgültig in die Formel 1 zurück.
In der Formel 1 fuhr Grosjean zwischen 2012 und 2020 für Lotus und später Haas, unter anderem an der Seite von Kimi Räikkönen, Pastor Maldonado und Kevin Magnussen. Seine erste Podestplatzierung gelang ihm 2012 in Bahrain, sein bislang bestes WM-Jahr war 2013 mit Platz sieben und sechs weiteren Podien für Lotus. International bekannt wurde er auch durch den schweren Feuerunfall beim Grand Prix von Bahrain 2020, den er dank des Halo-Systems überlebte. 2021 wechselte Grosjean in die IndyCar Series zu Dale Coyne Racing und feierte beim Grand Prix von Indianapolis seine erste Pole-Position sowie sein erstes Podium in der Serie; weitere Podestplätze folgten 2022 und 2023 bei Andretti. Nach einer Saison 2024 bei Juncos Hollinger Racing wagte er 2025 den Sprung zu Lamborghini in die IMSA SportsCar Championship.
Zur Saison 2026 kehrt Romain Grosjean nun als Stammfahrer zu Dale Coyne Racing in die IndyCar Series zurück, dem Team, mit dem er einst seine ersten Erfolge in Nordamerika feierte. Nach den Jahren in der Formel 1, der IndyCar Series und zuletzt im Sportwagen-Programm von Lamborghini bringt der Genfer eine breite Erfahrungsbasis mit ins neue IndyCar-Kapitel. Fans dürfen gespannt sein, ob er an frühere Podiumsergebnisse anknüpfen und Dale Coyne Racing wieder in den vorderen Bereich des Feldes führen kann.
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