Team

Dreyer & Reinbold Racing

D&R
32Punkte
11Platzierung
2026Saison

Dreyer & Reinbold Racing wurde 1999 von Dennis Reinbold und Eric DeBord gegruendet und trat 2000 erstmals in der IndyCar Series an, damals noch als IRL bekannt. Schon im ersten Rennen ueberhaupt, dem Saisonauftakt am Walt Disney World Speedway, sorgte Fahrer Robbie Buhl fuer eine Sensation, als er von Startplatz 22 aus zum Sieg fuhr. In den folgenden Jahren setzte das Team auf wechselnde Motorenpartner, von Infiniti ueber Chevrolet bis hin zu Honda ab 2005, und baute seinen Ruf als bodenstaendiges, aber kaempferisches Indiana-Team weiter aus.

Ein besonders eigenstaendiges Kapitel der Teamgeschichte fuehrt zurueck in die Familie des Gruenders selbst: Dennis Reinbolds Grossvater, bekannt als Pop Dreyer, war eine fruehe Ikone des Open-Wheel-Rennsports und leitete einst die Rennaktivitaeten von Duesenberg, wo er erfolgreiche Midget-, Sprint- und Indy-Cars aufbaute. Der Name Dreyer & Reinbold ist damit kein reines Marketingkonstrukt, sondern eine bewusste Verbindung zweier Generationen des amerikanischen Motorsports. Abseits der Strecke engagierte sich das Team ueber Jahre hinweg als nationaler Sprecher fuer die Wohltaetigkeitsorganisation Racing for Kids und besuchte in dieser Funktion mehr als 20.000 Kinder in ueber 400 Krankenhaeusern weltweit.

Die sportlich bewegteste Phase des Teams erstreckte sich ueber die 2000er-Jahre mit einer Reihe namhafter Fahrer. Neben Robbie Buhl, der bis 2004 selbst fuhr und danach als Teambesitzer aktiv blieb, sorgte Sarah Fisher 2002 fuer Aufsehen, als sie auf dem Kentucky Speedway als erste Frau in der Geschichte des nordamerikanischen Open-Wheel-Rennsports eine Pole-Position eroberte. 2004-Indy-500-Sieger Buddy Rice fuhr ab 2007 fuer das Team und erreichte mehrere Top-5-Ergebnisse, waehrend Ryan Briscoe 2006 im Regen von Watkins Glen aufs Podium fuhr. Auch Buddy Lazier, Champion der Saison 2000, gehoerte zeitweise zum Fahrerkader und unterstrich die Anziehungskraft des Teams fuer etablierte IndyCar-Namen.

Die juengere Aera des Teams ist untrennbar mit dem Namen Dennis Reinbold verbunden, der das Team ueber Jahrzehnte fuehrte, bis er im Juni 2026 im Alter von 65 Jahren nach einem langen Kampf gegen den Krebs verstarb. Fuer die Saison 2026 tritt Dreyer & Reinbold Racing mit der Fahrerpaarung Conor Daly und Jack Harvey an, wobei Harvey nach einem starken Jahr 2025 erneut fuer das Indianapolis 500 zurueckkehrt. Der Verlust des Gruenders traf das Team hart, doch sportlich und strukturell soll die eingeschlagene Richtung fortgesetzt werden.

Wie sehr Dennis Reinbolds Vision ueber seinen Tod hinaus wirkt, zeigt die Ankuenkung des Teams, ab 2027 wieder vollzeitig in der NTT INDYCAR SERIES anzutreten. Moeglich macht dies der Kauf eines Charters von Rahal Letterman Lanigan Racing, vorbehaltlich der Zustimmung der IndyCar Series. Fuer die Fans von Dreyer & Reinbold Racing bedeutet das: Die Saison 2026 mit Daly und Harvey ist nur eine Etappe auf dem Weg zurueck an die volle Groesse, die das Team einst unter seinem Gruender innehatte.