Henri Dubois · Endurance-Korrespondent
Tom Fleming fuhr in der Hyperpole als Einziger unter 1:41 Minuten und stellte den McLaren von Garage 59 auf die LMGT3-Pole. Der Titelzweite, die Nummer 27, geht vom letzten Platz der Klasse ins Rennen.
Für die GT-Klasse begann der Samstag der 6 Stunden von Barcelona mit einer Ankunft in letzter Minute. Tom Fleming hatte die beiden freien Trainings am Freitag verpasst, weil er parallel beim Finale der GT World Challenge Europe in Portimão gefordert war. Am Mittag reichten ihm dann fünf Runden in der Hyperpole, um die schnellste LMGT3-Zeit des Wochenendes zu setzen: 1:40,933 Minuten im McLaren 720S mit der Nummer 10 von Garage 59. Für Fleming und das Team ist es nach Imola die zweite Pole der Saison.
Qualifying: Dempsey legt vor, beide Aston Martin scheitern
Im Qualifying, das über die zehn Plätze in der Hyperpole entscheidet, setzte Peter Dempsey die Corvette von Racing Team Turkey by TF mit 1:42,082 an die Spitze, mehr als eine halbe Sekunde vor dem Ford Mustang mit der Nummer 88 von Proton Competition. Dahinter folgten der Ferrari 296 der Nummer 21 von Vista AF Corse und die zweite Corvette, die Nummer 33 von TF Sport. Von Rang vier bis Rang zehn lagen sieben Autos innerhalb von 0,186 Sekunden, und auch der spätere Polesetter kam als Neunter nur knapp weiter. Das letzte Ticket für die Hyperpole holte sich der zweite Mustang von Proton, die Nummer 77.
Für Heart of Racing Team wurde es ein schwieriger Mittag. Keiner der beiden Aston Martin Vantage schaffte den Sprung unter die besten zehn: Die Nummer 23 wurde Vierzehnte, die Nummer 27 mit Ian James am Steuer Letzte, 7,039 Sekunden hinter der Spitze. Ausgerechnet dieses Auto liegt als Zweites der LMGT3-Wertung im Titelkampf und trägt nach Angaben von Dailysportscar entsprechend viel Erfolgsballast. Auch der zweite McLaren von Garage 59, die Nummer 58, schied mit Alexander West als Sechzehnter aus.
Hyperpole: Fleming vor Pera und Mann
In der Hyperpole fielen die Zeiten um mehr als eine Sekunde. Fleming blieb als Einziger unter 1:41 und verdrängte Riccardo Pera im Porsche 911 der Nummer 92 von The Bend Manthey, der mit 0,122 Sekunden Rückstand die erste Startreihe der Klasse komplettiert. Simon Mann brachte den Ferrari der Nummer 21 auf Rang drei, Jonny Edgar die Corvette der Nummer 33 auf Rang vier. Dahinter folgen Rui Andrade im Mercedes-AMG der Nummer 61 von Iron Lynx und Sean Gelael im BMW der Nummer 32 von Team WRT, dem Sieger von Fuji. Die Plätze sieben bis neun gingen an den Lexus der Nummer 87 von Akkodis ASP Team und die beiden Mustang von Proton, die Nummern 77 und 88.
Die schnellste Corvette des Qualifyings fiel dagegen ans Ende der zehn zurück. Die Nummer 34 verlor in der Hyperpole 1,841 Sekunden auf Fleming und startet von Rang zehn.
Was die Startaufstellung für den Titel bedeutet
Hinter den zehn Autos aus der Hyperpole reihen sich die übrigen in der Reihenfolge des Qualifyings ein: der Lexus der Nummer 78, der Porsche der Nummer 91 von Manthey DK Engineering, der Ferrari der Nummer 54, die Nummer 23, der BMW der Nummer 69, die Nummer 58, der Mercedes-AMG der Nummer 79 und schliesslich die Nummer 27.
Für die Meisterschaft ist die Ausgangslage damit klar verteilt. Jonny Edgar führt die Wertung an und kann mit TF Sport schon am Sonntag mit einem starken Resultat Fahrer- und Teamtitel sichern, ein Rennen vor Schluss. Er startet aus der zweiten Reihe der LMGT3, sein ärgster Verfolger aus der letzten. Sechs Stunden sind lang genug, um viele Plätze gutzumachen, und eine Full-Course-Yellow zum richtigen Zeitpunkt kann in dieser Klasse ganze Strategien umwerfen. Wer den Titel aber bis Monza offen halten will, muss das Feld am Sonntag von ganz hinten aufrollen.




